Für Kempe öffnen sich neue Perspektiven

Fussball FCE-Spieler absolviert Ausbildung zum Personal-Trainer

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Dennis Kempe weiß um die hohe Leistungsdichte in der 2. Bundesliga. Er glaubt fest an den Klassenerhalt seines Teams. Foto: Lippmann-Wagner

Aue. Dennis Kempe ist ein Familienmensch; das hatte er im vergangenen Juli nach seinem Wechsel ins Lößnitztal betont. Daher wusste der zweifache Familienvater damals auch noch nicht, wie die Trennung von seiner Familie funktionieren würde, die nicht mit ins Erzgebirge gezogen war. Mittlerweile hat sich alles eingespielt, fühlt sich der 31-Jährige sehr wohl.

Der Trennung von der Familie kann er heute sogar etwas Positives abgewinnen: "Wenn wir zusammen sind, dann genießen wir die Zeit bewusst. Das ist noch einmal ein anderes Lebensgefühl, wenn man die kleinen Dinge mehr erkennt und sich darüber freuen kann." Zusammengefasst meint der Profi: "Familie, Fußball und Job - das passt alles."

Kleinigkeiten entscheiden

Selbst die schwierige Situation, in der sich sein Team aktuell befindet, lässt ihn nicht verzweifeln. Ganz im Gegenteil. Kempe ist zuversichtlich: "Die Mannschaft, die sich jetzt mental besser auf diese Situation einstellen kann, die sich in einem positiven Flow befindet, die konzentriert weiter arbeitet und nicht den Kopf verliert, die wird erfolgreich aus der Saison herausgehen." In dieser Spielzeit sei irgendwie alles möglich.

"Die ganze Liga wurde darin bestätigt, dass es dieses Jahr einen ganz minimalen Leistungsunterschied gibt. Daher ist alles so eng beisammen", sagt Kempe. Mehr als sonst würden in diesem Jahr nur Kleinigkeiten entscheiden. Mit 31 Jahren muss Kempe natürlich auch an die Zeit nach seiner aktiven Karriere denken. Daher absolviert er momentan eine Ausbildung zum Personal-Trainer und Ernährungsberater.

"Da werde ich im Sommer fertig sein", sagt er: "Ich versuche halt die Zeit, in der ich nicht bei meiner Familie bin, produktiv zu nutzen. Ich möchte mich gern weiterbilden, beispielsweise ein paar Sprachen auffrischen oder mich in ein paar andere Bereiche reinlesen." Oberste Priorität habe aber natürlich der Klassenerhalt.