Für mehr Barrierefreiheit: Neue Werkstatt ensteht

Unterstützung Olbernhau bekommt 3,5 Mio Euro Fördermittel

Ein Blick in einen der Arbeitsräume der Behindertenwerkstatt des Lebenshilfewerkes in Olbernhau. Foto: Jan Görner

Olbernhau. Für die Behindertenwerkstatt Olbernhau des Lebenshilfewerkes Mittleres Erzgebirge ist schon am Donnerstag Weihnachten gewesen. Die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Barbara Klepsch hat einen Fördermittelbescheid über 3,5 Millionen Euro in die Einrichtung gebracht.

Neues Werkstattgebäude soll her

Das Geld dient zur Finanzierung des Baus des neuen Werkstattgebäudes. Dieser entsteht in der Ladestraße und soll 2019 in Betrieb gehen. Barbara Klepsch hatte die Werkstatt bereits 2015 besucht und dabei festgestellt, dass sich die Bedingungen, untern denen die Menschen mit Handycap arbeiten müssen mehr als ungünstig gestalten.

Das Gebäude ist 1994 zur Behindertenwerkstatt umgebaut worden. Davor diente es als Textilfabrik. Während des Hochwassers ist der Komplex unterspült worden. "Daraus ergaben sich für uns statische Probleme, denn wir können keine Maschinen aufstellen", sagte die Geschäftsführerin des Lebenshilfewerkes Mittleres Erzgebirge Kathrin Schulze.

Daher ist der Metallbereich bereits in einem anderen Gebäude untergebracht. Die Sanitäranlagen lassen sehr zu wünschen übrig. Außerdem gibt es hier sehr viele Treppen, deren Bewältigung für viele Mitarbeiter mit Behinderungen schwierig ist. Der eine verfügbare Lift reich für den Betrieb ebenfalls nicht aus.

Das Ziel: Barrierefreiheit

Die neue Werkstatt soll endlich barrierefrei sein. Die Nachfrage nach der Arbeit der Behindertenwerkstatt sei zunehmend gefragt, wie Kathrin Schulze bestätigte. Hier werden längst nicht mehr nur einfache Montage- und Verpackungsarbeiten verrichtet. Auch Maschinen bedienen die Mitarbeiter des Hauses. Komplizierte Arbeitsgänge werden von den Betreuern in Einzelschritten zerlegt.

"Wir arbeiten für etwa 80 Unternehmen", so die Geschäftsführerin. Der Neubau wird mehr als sechs Millionen Euro kosten. Neben dem Freistaat beteiligt sich auch der Landkreis an der Finanzierung. Er steuert eine halbe Million Euro bei. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt die Zinsen, die für einen Bankkredit des Lebenshilfewerkes auflaufen.



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