Fusion zwischen Bad Schlema und Aue rückt näher

Zusamenschluss Bad Schlema und Aue wollen fusionieren

fusion-zwischen-bad-schlema-und-aue-rueckt-naeher
Die Kommunen Aue und Bad Schlema wollen fusionieren - der Vertragsentwurf liegt vor. Foto: R. Wendland

Bad Schlema. Im Gemeinderat Bad Schlema hat es lange Diskussionen geben, aber letztlich haben die Räte für den Entwurf des Fusionsvertrages mit der Stadt Aue gestimmt. "Im Vertragsentwurf, wie er gemeinsam abgestimmt und vorberaten worden ist in den Verwaltungsausschüssen, sind lediglich kleine redaktionelle Änderungen eingearbeitet worden", erklärt Bad Schlemas Bürgermeister Jens Müller, der überzeugt ist, dass ein inhaltlich gutes Werk vorliegt.

Verhandlungen auf Augenhöhe

Stadträte von Aue haben es aus seiner Sicht auf den Punkt gebracht: "Es liegt ein Entwurf vor, der inhaltlich greifbar ist." Das Ziel war es, so Müller, auf Augenhöhe zu verhandeln: "Das findet sich im Vertrag wieder. Die Kommunen sind gleichberechtigt. Bad Schlema hat alle Forderungen untergebracht. Es ist in fast allen Themenfeldern sogar mehr."

Es sei ein guter Start. In die Zukunft geschaut, sieht Müller Potenzial auch für andere Kommunen, sich einzubringen: "Wir sehen uns derzeit als Vorreiter, als Fundamentgründer für das, was die Zukunft bringen wird."

Eine riesige Chance für beide Städte

Wir wollen, dass wir irgendwann das Gebilde Einheitsstadt haben, betont Müller, der sich sicher ist: "Der Vertrag ist sehr gut und ein guter Brückenschlag für alle Skeptiker, die graue Horizonte sehen." Das sei keinesfalls so. Vielmehr spricht Müller von einer riesen Chance, wenn es zur Umsetzung des Vertrages kommt, also zur Fusion zum 1. Januar 2019. Und da sei man auf einem guten Weg.

Das Thema Bürgerbeteiligung ist jetzt der nächste Schritt. "Die Bürger sollen sich äußern zum Vertragsentwurf, der ausliegen wird", so Müller. Zwei Bürgerversammlungen soll es zudem noch geben. Parallel dazu soll die Genehmigungsfähigkeit geprüft werden. Mit der Rechtsaufsicht sei man schon im Gespräch. Im Juni ist der Beschluss zum Vertrag geplant.