Fusionsverhandlungen gehen ohne Schneeberg weiter

Diskussion Bad Schlema und Schneeberg kommen nicht auf gemeinsamen Nenner

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Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert lehnt das Bündnis mit Aue und Bad Schlema ab. Foto: R. Wendland

Schneeberg/Bad Schlema. Das Gespräch, was zwischen Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert und Bad Schlemas Bürgermeister Jens Müller stattgefunden hat, brachte nicht wirklich das gewünschte Ergebnis. Müller war von seinem Gemeinderat beauftragt worden, mit Schneeberg zu verhandeln, um die Bergstadt als dritten Partner für die Fusion zwischen Aue und Bad Schlema zu gewinnen.

Seifert: "Städtefusion kommt nicht in Frage."

Man kann sagen: Zusammenarbeit ja, aber eine Städtefusion kommt in dieser Konstellation für Schneeberg nicht in Frage. Ingo Seifert erklärt: "Die Eigenständigkeit einer Kommune ist für mich das höchste Gut. Warum soll man die ohne Not aufgeben? Für die Dreier-Verhandlung stehen wir momentan nicht zur Verfügung." Aus dem Gespräch seien die Schneeberger mit dem Gefühl herausgegangen, dass die Messen so gelesen sind, dass Bad Schlema und Aue von der Beschlusslage her miteinander fusionieren. "Die Alternative Fusion Schneeberg und Bad Schlema wird nicht geprüft. Darauf geht man nicht ein und das verstehe ich nicht", sagt Seifert, der das Angebot aufrecht hält für Gespräche, die auf ein Zweier-Bündnis Schneeberg, Bad Schlema abzielen. Allerdings nur, so Seifert auch, wenn man es vom Gegenüber ernst meint. Alibi-Verhandlungen brauche man nicht.

Müller: "Wir brauchen eine starke Stadt in der Region."

Jens Müller findet den Entschluss seitens Schneeberg, für Dreier-Verhandlungen nicht zur Verfügung zu stehen, schade: "Wir pflegen die gleichen Traditionen, sprechen denselben Dialekt, aber wir schaffen es einfach nicht, uns zusammenzuraufen." Mit Blick auf die Verhandlungen mit Aue sagt Müller: "Beide Kommunen haben 2017 einen richtungsweisenden Mehrheitsbeschluss gefasst als Grundstein für eine starke Stadt, die wir in der Region brauchen." Die Tür stehe offen für weitere Partner. Die Haltung Schneebergs verstehe man nicht.