Gabriele Lorenz: "Mein Herz schlägt schon immer für Kultur"

Leute Einstige Kulturmanagerin verlässt Annaberg-Buchholz und sucht ihr Glück in Radebeul

Annaberg-B. 

Annaberg-B. Kultur ist ihr Leben und die Kultur hat auch 15 Jahre lang die Arbeit und das Leben von Gabriele Lorenz geprägt. Lange Zeit engagierte sie sich als Kulturmanagerin der Stadt Annaberg-Buchholz. Seit 2013 war sie als Sachgebietsleiterin mit verschiedenen Zuständigkeiten tätig. Nun geht für die 58-Jährige eine Ära zu Ende. Zukünftig wird sie als Kulturamtsleiterin in Radebeul wirken.

Gabriele Lorenz ist Erzgebirgerin mit Leib und Seele. Auch deshalb kam sie 2005 aus Berlin ins heimatliche Erzgebirge zurück. "Ich war damals sehr glücklich, in Annaberg das Kulturzentrum Erzhammer weiterführen zu dürfen", erinnert sie sich und erzählt weiter: "Schon in diesem ersten Jahr beauftragte mich die damalige OB Barbara Klepsch, einen Tanz auf dem Marktplatz zu organisieren.

Ein Erzgebirger geht nicht auf den Markt tanzen

Doch ein Erzgebirger geht nicht auf den Markt um zu Tanzen. So kam mir die Idee des mediterranen Sommerfestes 'Piazza'. Dies spiegelt meine Philosophie wider. Kultur ist für die Menschen da. Alle sollen Zugang dazu haben, Kultur einfach genießen, sich daran erfreuen und selbst kreativ tätig werden. Unter diesem Aspekt entstand später die 'Fete de la musique'. Kultur für alle Sinne war mir immer wichtig."

Auch die Kooperation mit lokalen und überregionalen Kulturakteuren und die kulturelle Bildung standen unter ihrer Leitung im Fokus. Teilweise war sie für die drei städtischen Museen zuständig und blickt optimistisch zurück: "Ich bin stolz darauf, dass wir in Zusammenarbeit mit Museumsleiter Wolfgang Blaschke und seinem Team gegen den Bundestrend steigende Besucherzahlen erreichen konnten. In der Stadtbibliothek freut mich die intensive Leseförderung für Kinder und Jugendliche sowie die sehr erfolgreichen Kinder- und Seniorenkollegs."

Neben all dem ist Gabriele Lorenz seit 2007 als 1. Bundesvorsitzende des Erzgebirgsvereins ehrenamtlich engagiert. "Solange ich das Ehrenamt mit meinen neuen Aufgaben vereinbaren kann, werde ich die 1. Bundesvorsitzende bleiben", verspricht sie und sagt nicht zuletzt: "Ich danke neben meinen Kollegen allen Partnern, Vereinen, Einrichtungen und Schulen mit denen ich zusammen arbeiten und gemeinsam etwas für Annaberg-Buchholz bewegen konnte."