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Vogtland

Gartencenter stehen in den Startlöchern für morgen

Öffnung Auch im Floraland in Zwönitz freut man sich auf den Restart

Zwönitz. 

Zwönitz.Mit der neuen sächsischen Corona-Schutzverordnung gibt es ab dem morgigen Montag einige Lockerungen. Dazu zählt auch, dass Buchläden, Baumschulen, Gartenmärkte, Baumärkte und Blumengeschäfte mit Hygienekonzept und Kundenzahl-Begrenzung wieder öffnen dürfen. Auch Gebrüder Roth in Zwönitz öffnet Baumarkt und Gartencenter. "Es ist ein Jubelschrei. Wir als Unternehmen und auch die Mitarbeiter sind froh, dass es wieder losgeht. Zu 90 Prozent sind die Mitarbeiter im Gartencenter Gärtner, die mit Leib und Seele an der Pflanze sind.

Große Mengen an Ware musste vernichten werden

Gerade für alldiejenigen war es im vergangenen Frühjahr ein Riesen-Problem, als wir Container aufgestellt haben und die Ware vernichtet werden musste." So ein Schritt tut nicht nur wirtschaftlich weh, sondern auch in der Seele. In 13 Bundesländer haben Fachgartencenter schon ab 1. März geöffnet und in einigen Bundesländern waren sie gar nicht geschlossen, weiß Roth: "Es ist schade, dass wir als Sachsen hinterher hängen und wir große Diskussionen gebraucht haben, bis Dresden gehandelt hat." Im Rahmen der Verbände und auch als Unternehmen Gebrüder Roth mit 120 Mitarbeitern ist Joachim Roth aktiv geworden, um deutlich zu machen, dass man es mit einem lebenden Produkt zu tun hat: "Pflanzen kann man nicht mit einer Bohrmaschine vergleichen, die man im Januar ins Regal hängt und die im Oktober noch immer dort hängt." Ein Unternehmen von der Größe, wie Gebrüder Roth, muss im Oktober und November die Mengen, die fürs Frühjahr zur Vermarktung angedacht sind, vertraglich binden und in Auftrag geben.

Blick soll sich nun nach vorn richten

"Vom Gesamtvolumen, das wir für den Zeitraum März bis Ende Juni bestellen, sind 40 Prozent Aufträge an sächsische Vertragslieferenten", erklärt Joachim Roth und ergänzt: "Wenn Ware geordert wird, dann werden beim Produzent die Pflanzen mit Energie und Personal produziert. Und dann muss das Produkt, sprich die Pflanze, auch vermarktet werden und das in einem Zeitraum, wo der Kunde die jeweilige Kultur auch braucht." Aus Erfahrung weiß Joachim Roth, dass die Freude am Gärtnern zugenommen hat bei den Menschen in der Region. Gärtnern funktioniere aber nur, wenn man zur entsprechenden Zeit auch die benötigten Produkte zur Verfügung hat, seien es Sämereien, Blumenzwiebeln oder Pflanzen. Zurückblickend auf die letzten Wochen sagt Joachim Roth: "Wenn ein Betrieb geschlossen wird, ist das eine sehr schwierige Situation, weil auch die Mitarbeiter betroffen sind und das Thema Kurzarbeit realisiert werden muss. Wir selbst haben im Gartencenter im Dezember, Januar und Februar einen Teil der Belegschaft in Kurzarbeit schicken müssen. Und das ist sowohl für die Mitarbeiter als auch fürs Unternehmen ein wirtschaftliches Thema. Es waren alle Abteilungen geschossen außer dem Tierbedarfsmarkt." Jetzt schaut man wieder nach vorn.



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