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Gastronom aus Ägypten findet in Gelenau sein Glück

Neueröffnung Mohamed Mohamed übernimmt Gasthaus "Zur Katze"

Gelenau. 

Gelenau. Vielen Gaststätten-Betreibern dauert der Lockdown viel zu lange, weil sie wegen des fehlenden Umsatzes um ihre Existenz bangen. Manchmal kann die Pause aber auch sinnvoll genutzt werden. So wie im Fall von Mohamed Mohamed. Der gebürtige Ägypter, dessen Vor- und Nachname identisch sind, hat in Gelenau bislang nur den Imbiss am Freibad betrieben. Zusätzlich zum "Anubis" will er aber künftig auch in einer großen Gaststätte im Ort die Kundschaft begeistern. Um den zuletzt leer stehenden Gasthof "Zur Katze" herzurichten, kann er die aktuelle Phase also optimal nutzen.

Mediterrane Küche

"Das Gasthaus ist schön zentral gelegen. Wir hoffen, dass wir im Mai aufmachen können", sagt der 38-Jährige, der mitten in den Vorbereitungen steckt. Neues Personal sucht er ebenso wie neue Möbel. Sein Ziel lautet, dem Restaurant einen speziellen Touch verpassen. "Ich denke da zum Beispiel an eine Sitzecke in orientalischem Stil", verrät Mohamed. Natürlich ist die ägyptische Küche seine Spezialität. Seine Falafel-Sandwiches kommen im Imbiss am Freibad ebenso gut an wie die das Hackfleisch der Kofta-Spieße. "Auch Hawawshi im Pitabrot ist sehr beliebt", sagt der Gastronom über seine ägyptischen Burger. Im Gasthaus "Zur Katze" setzt er aber nicht nur auf Gerichte aus seiner Heimat. Mit mediterraner Küche will er möglichst viele Kunden begeistern.

Schicksal führt ins Erzgebirge

Dass der Ägypter ausgerechnet im mittleren Erzgebirge gelandet ist, hat viel mit Sandy Neubert-Mohamed zu tun. Die Gelenauerin lernte Mohamed auf Reisen kennen und lieben. Inzwischen hat das Paar drei Kinder. Und der 38-Jährige, der schon immer in der Gastronomie- und Hotelbranche gearbeitet hat, fühlt sich in Sachsen heimisch. "In Leipzig und Chemnitz habe ich als Barkeeper und Servicekraft gearbeitet", erzählt "Mo", der unter anderem sogar das Café Moskau leitete. Entsprechende fachliche Kenntnisse hat er sich am Düsseldorfer Studieninstitut erarbeitet, wo er einen Abschluss im "Food & Beverage Management" erlangte.

Humor als Würze

Viel hat Mohamed also dazu gelernt. Doch noch immer sind es die Spezialitäten aus der Heimat, die ihn so besonders machen. Und damit sind nicht nur seine Speisen und seine Cocktails gemeint. Auch sein Humor und seine lockere Art kommen bei der Kundschaft gut an. Im Imbiss am Freibad konnte der 38-Jährige mit Karaoke-Abenden und einer 80er-Jahre-Party gute Laune herbeizaubern. Das wird im "Anubis" auch weiterhin so sein, sobald der Lockdown vorbei ist und wieder länger gefeiert werden kann. Zusätzlich erhofft sich die Gemeinde frischen Schwung im Gasthaus "Zur Katze", denn auch Bürgermeister Knut Schreiter ist beeindruckt von den Ideen und vom Tatendrang des Ägypters.



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