Gastronomen mit Leidenschaft im Erzgebirge: Hier findet man Idylle und bodenständige Kulinarik

Katrin und Heiko Schmidt führen die Köhlerhütte Waschleithe

Waschleithe

Wer die erzgebirgische Idylle, die viel zitierte Gastfreundschaft der Region und bodenständige Kulinarik sucht, der wird sie in der Köhlerhütte Fürstenbrunn in Waschleithe finden. Mitten im ruhigen Wald und doch nur einen Katzensprung von beliebten Ausflugszielen entfernt, liegen Hotel und Restaurant.

Wachgeküsst haben das Gebäudeensemble vor nun mehr zwanzig Jahren die Schmidts. Katrin Schmidt und ihr Mann Heiko verliebten sich in die berühmte, damals aber leerstehende Köhlerhütte. Das Ehepaar war schockverliebt - könnte man sagen.

Hotelchef mit eindrucksvoller Vita

Beide kommen aus der Gastronomie beziehungsweise aus der Hotellerie und waren auf der Suche nach etwas Eigenem. "Wir wollten uns selbständig machen", erinnert sich Heiko Schmidt, der an der Hotelfachschule in Heidelberg studierte und dort seinen Hotelbetriebswirt mit Diplom machte. Eindrucksvoll ist seine Vita: So hat der gebürtige Karl-Marx-Städter (heute Chemnitz) zu dem Team gehört, was das Dresdner Luxushotel Taschenbergpalais eröffnete.

Und auch in Chemnitz hinterließ er seine Spuren als das Achat-Hotel an den Start ging. Zudem sammelte er in Bayern, in der Schweiz und in Baden-Württemberg Erfahrungen.

Luxuriöse Suiten und freundliches Personal

Das Paar schaute sich verschiedene Objekte an und blieb bei der Köhlerhütte hängen. Für Heiko Schmidt war es die Rückkehr in seine alte Heimat. "Ein alter Lehrmeister hatte mich darauf aufmerksam gemacht, dass das Hotel leer stand. Für uns war es genau das richtige Objekt, hatte genau die richtige Größe", so Schmidt und ist davon noch heute begeistert. Für ihn sei es wichtig gewesen, dass das Haus eine Geschichte hat. "Hotel und Gastronomie sind für mich nicht nur essen und schlafen, sondern auch Geschichten erzählen und das funktioniert hier richtig gut", sagt Heiko Schmidt, der sich sogar zum Köhler ausbilden ließ, um der Geschichte noch mehr Lebendigkeit zu geben.

Das Haus zählt 13 Doppelzimmer, zwei Einzelzimmer und drei Suiten. In diesen erwartet die Gäste ein besonderer Luxus. "Dort stehen zwei Räume, ein Schlaf- und ein Wohnraum, zur Verfügung. Jede Suite hat eine Whirlwanne, einen großen Flur und einen Balkon", erklärt der Hotelchef.

Die Schmidts haben von Anfang an nichts dem Zufall überlassen. "Kundenmeinungen waren uns immer wichtiger als Sterne", heißt es. Deshalb hörten sie ihren Gästen genau zu. Sie sammelten keine Komplimente, sondern arbeiteten an den kleinen Schwächen. "Wir haben Wünsche erfüllt - die Wünsche unserer Gäste", erklärt Hotelchef Heiko Schmidt. Und so gelang es ihm und seiner Frau das Haus zu einem der beliebtesten Hotels Sachsen zu entwickeln.

Investitionen sichern die Qualität

Nie ruhten sich die Schmidts auf dem Erreichten aus. Immer wieder investierten sie: In die Küchenausstattung, in die Zimmer und in gutes Personal. Denn die beste Hardware nützt nichts, wenn sich der Gast nicht willkommen fühlt. Heute kümmern sich mehr als 30 Festangestellte, darunter auch sechs Azubis, um das Wohlbefinden der Gäste. "Wir sind glücklicherweise in der Lage, dass wir genug Personal haben", sagen die Schmidts. Abstriche machen sie nicht. "Es muss vor allen Dingen charakterlich passen. Das Handwerk lässt sich lernen. Uns geht es immer ums Gesamtziel und da müssen alle im Team mitziehen." Einer, der von Anfang an dazugehört, ist Küchenchef Andreas Bethke.

Mit ihm sei es möglich, die regionale Küche zu bedienen. Erzgebirgisch und sächsisch - das wünschten sich die Gäste. Aber auch der Hauch Internationalität fehle nicht. In den zwanzig Jahren, die die Schmidts die Köhlerhütte bewirtschaften, habe sich die Gastronomie sehr gewandelt. So sei die Nachfrage nach vegetarischen und veganen Gerichten gestiegen. Aber selbst in diesem Bereich greife das Küchenteam auf einheimische Produkte zurück.

Bodenständige Küche

Das kulinarische Highlight ist das Köhlerhüttensteak - eine besondere Kreation. "Es handelt sich dabei um ein gefülltes Schweinekammsteak mit Senf und Zwiebeln", erklärt Heiko Schmidt. Dazu werden ganz bodenständig Bohnen und Bratkartoffeln serviert. Auch das erzgebirgische Bierfleisch steht seit vielen Jahren bei den Gästen hoch im Kurs. "Das ist Schweinegulasch, der mit Bier gekocht wurde. Dazu passen selbstgemachte Fratzen", so Schmidt.

Diese müssen natürlich richtig knusprig ausgebraten werden. "So wie bei Mutti zuhause", so Schmidt. Das 20-jährige Jubiläum nahmen die Schmidts zum Anlass, die Unternehmensnachfolge bekannt zu geben. Tochter Johanna steht bereits in den Startlöchern und wird perspektivisch Hotel und Restaurant leiten.

 

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