Gastronomie-Berufe nicht mehr so gefragt

Ausbildung Schulzentrum verspürt Rückgang der Lehrlingszahlen

Schneeberg. 

Schneeberg. Die Situation ist etwas verzwickt - zum einen suchen die gastronomischen Einrichtungen in der Region händeringend Fachkräfte und auf der anderen Seite haben junge Leute kaum noch Interesse daran, einen Beruf zu erlernen, der in diesen Bereich reinfällt. Verdienstmöglichkeiten und stellenweise unattraktive Arbeitszeiten sind Hauptgründe dafür. Dass es immer weniger Lehrlinge im Gastronomiebereich gibt, verspürt man auch am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) für Ernährung, Sozialwesen und Wirtschaft des Erzgebirgskreises am Standort in Schneeberg.

Von Schneeberg nach Falkenstein?

Dort werden unter anderem Köche sowie Restaurant- und Hotelfachleute ausgebildet. Die entsprechenden Fachkabinette und Küchen sind vorhanden. Derzeit wird hinter vorgehaltener Hand davon gesprochen, dass Schüler aus dem Raum Zwickau ab dem kommenden Schuljahr in Falkenstein ausgebildet werden sollen. Begründet ist das durch die Zuständigkeit des Schulbezirkes. In Schneeberg, wo man aktuell mit drei Klassen plant, könnte es eng werden. Denn schon jetzt kommt ein Großteil der Lehrlinge nicht aus dem Erzgebirgskreis, sondern aus dem Raum Zwickau.

Kerstin Schindler, Fachleiterin Gastgewerbe am BSZ: "Das würde bedeuten: Wir hätten von aktuell drei Klassen gerade mal noch eine." Von den 64 Anmeldungen im Herbst kamen 32 allein aus dem Zwickauer Bereich. Da stellt sich schon die Frage nach dem perspektivischen Fortbestand der Einrichtung. Wie es von der Schulleitung heißt, wolle man im Fall der Notwenigkeit versuchen, mit Ausnahmegenehmigungen zu arbeiten.