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Gedenkstein erinnert an Zöblitzer Forstmeister

historie Hermann Graser legte vor 100 Jahren Grundlagen für heutigen Waldumbau

Zöblitz. 

Zöblitz. Am Eingang des Waldstückes Am Burgberg in Zöblitz befindet sich ein neuer Gedenkstein. Dieser erinnert an den Forstmeister Hermann Graser. Er hatte vor 100 Jahren seinen Dienst als Leiter des früheren Sächsischen Forstamtes Zöblitz begonnen. Hermann Graser wusste aus seinen eigenen Forschungen bereits, dass die damals vorherrschenden Fichtenmonokulturen von Nachteil seien. Auf mehreren etwa 0,05 Hektar umfassenden Kleinstflächen pflanzte er mitten in den Fichtenbeständen vor allem Buchen an oder säte sie aus. Das führt zu mehr Stabilität im Bestand.

Mittelalterliche Buchebestände

Unter anderem wirkt sich die Artenvielfalt positiv auf den Waldboden aus. Durch die Zersetzung des Laubes gelangt wichtiger Kalk in den Boden. Diese sogenannten Buchenhorste sind heute noch sichtbar. Außerdem ist der Wald im Forstrevier Zöblitz von vielen mittelalten Buchenbeständen geprägt. Seit 1990 baut der Staatsbetrieb Sachsenforst dem Vorbild des Graserschen Denkens folgend ebenfalls verstärkt auf die Artenvielfalt.

In Zöblitz und in anderen Revieren wird diese nicht nur von Fichten und Buchen, sondern zusätzlich von Weißtannen und Ahorn bestimmt. Hermann Graser gilt demnach als früher Wegbereiter einer naturnahen Forstwirtschaft in Sachsen und gleichzeitig als Vorbild für den heutigen ökologischen Waldumbau.



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