Gefühle auf Bilder gebannt

Ausstellung Lengefelderin zeigt ihre Bilder zum ersten Mal öffentlich

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Andrea Hermann aus Lengefeld stellt derzeit ihre Bilder im Pobershauer Museum "Die Hütte" aus. Foto: Jan Görner

Pobershau. Die Galerie "Die Hütte" zeigt derzeit eine neue Sonderausstellung im Erdgeschoss. Diese hat die Hobbymalerin Andrea Hermann mit ihren Gemälden ausgestattet. Sie ist in Lengefeld aufgewachsen und fühlt sich dort nach wie vor zu Hause, obwohl die Ärztin beruflich auf der ganzen Welt unterwegs ist. Einen Zweitwohnsitz hat sie im irischen Galway, einer Stadt an der Küste mit etwa 60.000 Einwohnern.

Ihr wichtigstes Hobby ist die Malerei. Die entdeckte sie erst 2009 für sich. Andrea Hermann ist von vielen Hobbymalern umgeben. Sie haben die Erzgebirgerin immer wieder dazu ermuntert, sich selbst darin zu versuchen. "Ich habe es ausprobiert und fand gleich großen Gefallen daran", sagte sie.

Eine ehrliche Kritikerin und Motivatorin fand sie in ihrer Freundin, der Porträtmalerin Maura O'Tuairisg in Irland. Recht rasch nutzte die Ärztin dieses Hobby als Überdruckventil, um ihre Gefühle wie Trauer und Verlust sowie ihre Ängste zu verarbeiten. Zu ersten Mal stellt sie ihre Werke in einer Ausstellung aus. "su wie iech dos sah'", lautet der Titel der Schau.

Bunte Farben als Ventil

In der Regel beginnt Andrea Hermann mit drei oder vier Farben. Dann lässt sie sich treiben. Jedes Bild durchlebt eine Entwicklung. Oft ist sie selbst überrascht, was am Ende dieser Entwicklung herauskommt. Was sie dann vor sich sieht, ist Ausdruck ihrer Gefühle, denen sie beim Malen freien Lauf lässt.

Begonnen hatte die Lengefelderin mit realistischen Bildern. In dieser Phase schuf sie vor allem Stillleben und Landschaften. Mittlerweile experimentiert sie auch regelmäßig mit abstrakter Kunst. Eines haben alle Werke gemeinsam. Sie leben von intensiven Farben und starken Kontrasten. Das liegt an Andrea Hermanns Lebenseinstellung. "Für mich sind Dinge nie schwarz oder weiß, gut oder schlecht, lieb oder böse. Ich suche immer nach den Grautönen", erklärte sie das.

Zu sehen ihre erste Ausstellung bis zum 6. August. Die Galerie "Die Hütte" ist dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet.