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Gegen den Corona-Lockdown: Autokorso und Großdemo in Annaberg

Demonstration Bürger demonstieren gegen Corona-Maßnahmen

Plauen/Annaberg-B. 

Plauen/Annaberg-B. Mit zahlreichen Fahrzeugen startete am Samstagmorgen ein Autokorso zur Großdemo nach Annaberg-Buchholz. Die Fahrt der Teilnehmer ging von Plauen über Auerbach, Netzschkau und Reichenbach bis zum Veranstaltungsort, dem Annaberger Kätplatz. Beides, sowohl der Korso als auch die Demo waren genehmigt. Um 14 Uhr begann die Veranstaltung auf dem Kätplatz. Mehrere Redner sprachen dabei zum Thema "Aus einem medizinischen Verdacht wird aus politischen Gründen eine Diktatur etabliert" und kritisierten die Corona-Maßnahmen, die Impfpolitik und forderten ein Ende des Lockdowns. Zirka 700 Demoteilnehmer nahmen laut Polizei an der Veranstaltung teil. Sie kamen aus dem gesamten Erzgebirge, nebst Umland und Chemnitz. Die Demo verlief friedlich und es gab keine schwerwiegenden Auseinandersetzungen. Die Polizei verteilte drei Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen des Verstoßes gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung. Insgesamt waren rund 310 Beamte der Polizeidirektion Chemnitz und der sächsischen Bereitschaftspolizei im Einsatz. Der Hauptorganisator der Demo, Sandro Reichel, erklärte gleich zu Beginn: "Wir wollen eine Botschaft verbreiten, auf rechtsstaatliche Weise. Wir wollen Informationen bieten und Gesicht zeigen." 

"Die Kollateralschäden holen uns alle ein"

Gesicht zeigte neben vielen anderen auch Nadine Erdelyi. Die Unternehmerin aus Limbach-Oberfrohna brachte ihre Meinung stellvertretend für viele andere auf den Punkt: "Wir sind hier, um auf die Missstände aufmerksam zu machen, welche die Einschränkungen mit sich bringen. Kinder möchten wieder in die Schule, Gastronomen, die alle ein gutes Hygienekonzept haben, werden hingehalten. Wir haben eine Politik, die keine kritischen Stimmen zulässt. Übt man Kritik, wird man sofort in eine bestimmte Ecke gedrängt. Warum wird im Keim erstickt, wenn man einfach nur die Wahrheit wissen will. Es geht auch um die Angst, die geschürt wird. Wie kann ich Leute mundtot machen, die einfach nur die Dinge hinterfragen. Wir müssen jede Möglichkeit nutzen, um unseren Unmut zum Ausdruck zu bringen, denn die Kollateralschäden bei den Alten und den Kindern holen uns alle ein."

Ständiges Schüren von Ängsten sei der falsche Weg

Ein junger Mann, der anonym bleiben möchte, betonte: "Ich bin weder rechts noch links, Ich bin einfach ein mündiger Bürger, der für sich selbst denken kann und nicht bevormundet werden will. Was soll das, immer wieder Ängste zu schüren und mit strengeren Maßnahmen zu drohen. Am Ende werden uns Lockerungen hin zu den Grundrechten noch als Belohnung verkauft. Das Wort Grundrecht sagt eigentlich alles aus."