Gegenwind für geplanten Windpark

Einwohnversammlung Energie-Projekt stößt auf starke Kritik

Amtsberg. 

Amtsberg. Mehr als 150 Gäste sind Ende vergangener Woche zu einer Einwohnerversammlung in Amtsberg erschienen - und die meisten davon waren sich einig. So stießen die fünf Windräder, die auf der Anhöhe zwischen Weißbach und Gelenau errichtet werden sollen, auf heftige Kritik. So mancher Besucher war schon geschockt, als er die Weißbacher Turnhalle betrat.

Dort wurden Visionen unter dem Titel "Windpark Amtsberg" an die Wand projiziert. Mandy Bojack, Geschäftsführerin Projektentwicklung von der Freiberger Firma Sabowind betonte jedoch, dass es sich dabei vorerst nur um Pläne handelt. "Wir sind früh dran", erklärte sie.

Unternehmen sieht Potenzial der Nutzungsfläche und versucht zu überzeugen

Denn noch ist in dem aktuell gültigen Regionalplan für Amtsberg keine Windenergie-Fläche ausgeschrieben. Die Firma geht aber davon aus, dass sich das ändern könnte, denn sie hat auf dem betroffenen Feld das entsprechende Potenzial erkannt. Die erläuterte Bojack anhand vieler Zahlen, unter anderem werde der Mindestabstand von 750 Metern zu Wohngebieten eingehalten. Außerdem stellte sie ihre Firma als "Partner der Gemeinde dar", der das Vereinsleben im Ort finanziell unterstütze und mit anderen Projekten dieser Art sogar schon Preise gewonnen habe.

Bürger stellen sich jedoch gegen das Vorhaben

Trotz aller Werbung erntete das Projekt ausschließlich Kritik. Viele Bürger sehen durch die riesigen Windräder mit einer Nabenhöhe von 160 Metern und einem Rotordurchmesser von 150 Metern ihre Lebensqualität sowie den Wert ihrer Grundstücke bedroht. Bestätigt wurden diese Ansichten durch einen Anwohner, der nahe der Gornauer Windkraftanlage lebt. Bürgermeister Sylvio Krause betonte zwar, dass die Gemeinde angesichts der Energiewende für Windenergie sei - allerdings nicht an diesem Standort.