Gegenwind für neue Windkraftanlage

Bürgerinitiative Neun Amtsberger organisieren Gründungsversammlung - 66 Bürger nehmen teil

Amtsberg. 

Amtsberg. Seit dem Winter sorgt die Planung eines Windenergieprojekts in Amtsberg für Aufsehen. Seitens der Freiberger Firma, die eigentlich bereits Ende Mai einen entsprechenden Bauantrag beim Landratsamt einreichen wollte, gibt es derzeit keine Neuigkeiten. Noch immer ist die Umsetzung des Vorhabens in Weißbach, das fünf Windräder mit einer jeweiligen Höhe von 240 Metern umfassen soll, noch nicht offiziell beantragt.

Für Beruhigung im Ort sorgt dies allerdings nicht. Im Gegenteil: Mit der Gründung einer Bürgerinitiative hat der Widerstand ein neues Niveau erreicht. "Gegenwind Amtsberg" heißt die Interessenvereinigung, die am Dienstag durch das Abhalten einer Gründungsversammlung mit 66 Bürgern entstanden ist. Eingeladen hatte eine neunköpfige Gruppe von Bürgern, die sich bereits seit März mindestens zweimal pro Monat trifft. Dies war die Folge der Einwohnerversammlung, bei der das Projekt erstmals öffentlich vorgestellt worden war. "Wir verleihen dem Nachdruck, was die Bürger wollen", sagt Olaf Aulhorn. Er ist einer der Initiatoren, die bislang zumeist mit Plakaten im Ort gegen das Windkraftprojekt Stellung bezogen hatten.

"Außerdem läuft eine Unterschriftensammlung", ergänzt Michael Schubert. Er hofft, dass neben den 732 bisherigen noch möglichst viele weitere Personen unterschreiben. "So etwas trägt die Meinung besser nach außen", sagt Amtsbergs Bürgermeister Sylvio Krause. Er begrüßte die Gründung der Bürgerinitiative ebenso wie sein Gelenauer Kollege Knut Schreiter.