Geheimnisse der Grubenkatastrophe gelüftet

Veröffentlichung In Lugau kamen viele Menschen auf der "Neuen Fundgrube" ums Leben - was geschah wirklich?

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Heino Neuber erzählt über die Grubenkatastrophe auf der "Neuen Fundgrube" in Lugau. Foto: Ralf Wendland

Oelsnitz. Bei der Grubenkatastrophe auf der "Neuen Fundgrube" in Lugau im Jahr 1867 am 1. Juli sind 101 Bergleute ums Leben gekommen. Kein anderes Unglück hat zur damaligen Zeit so viele Opfer gefordert.

Heino Neuber auf der Suche nach der Wahrheit

Bisher hat man sich immer auf die Lugauer Chronik und die Darstellung von Hermann Unger gestützt. Doch einige Dinge schienen nicht ganz stimmig zu sein. Jetzt hat Heino Neuber, der Vorsitzende der Knappschaft des Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenreviers und Mitarbeiter im Bergbaumuseum Oelsnitz, sich dem Thema angenommen und ist mit seinen Recherchen in die Tiefe gegangen.

Viele neue Erkenntnisse kamen zum Vorschein

Inklusive Archivarbeit und allem, was dazu gehört, hat das Zusammenstellen der Informationen einige Monate in Anspruch genommen. "Es war eine ganze Stange Arbeit, auch weil die Informationen aus verschiedenen Archiven stammen", erzählt Neuber. Der Aufwand habe sich gelohnt: "Die Recherchen waren ergiebig. Es haben sich einige neue Fakten ergeben. Zum Teil existieren noch sehr umfangreiche Akten." In seinem Buch ".. denn man sah nichts als Elend", ermöglicht er erstmals detaillierte Einblicke in die Katastrophe.