Gelenau kann in die Zukunft blicken

Haushalt Jahresabschluss 2017 hat die Kommune bereits vorgelegt

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Fungiert in Gelenau als Kämmerer: Steve Rother. Foto: Andreas Bauer

Gelenau. In seinen finanziellen Planungen ist Gelenau so weit wie kaum eine andere Kommune in der Region. Gerade hat der Gemeinderat den Haushalt fürs kommende Jahr beschlossen. "Wir investieren in Bildungseinrichtungen und den kommunalen Straßenbau", sagt Bürgermeister Knut Schreiter. Mit knapp 1,25 Millionen Euro stellt die Sanierung des Volkshauses den größten Posten dar. Der Umbau und die energetische Sanierung sollen 2019 abgeschlossen werden. "Das Ziel lautet, den Kappenball am 11. November wieder dort auszurichten", so Schreiter.

Jahresabschluss ist schon fertig

Dass die Gelenauer den Fokus voll auf die Zukunft richten können, liegt auch daran, dass sie die Aufgaben der Vergangenheit bereits komplett bewältigt haben. "Wir sind eine der wenigen Gemeinden in Sachsen, die jetzt schon über den Jahresabschluss 2017 abstimmen darf", sagt Schreiter voller Stolz. Während in einigen anderen Orten noch immer an ihrer Eröffnungsbilanz basteln, haben die Gelenauer ihrer Aufholjagd abgeschlossen. Gemeint sind die bürokratischen Aufgaben, die seit der Einführung der doppelten Buchführung (Doppik) zu bewältigen waren. Diese wird seit Beginn 2013 in Sachsen gefordert.

Zwei Frauen waren maßgeblich beteiligt

Bei ihrer Sitzung dankten die Gemeinderäte dem Kämmerer Steve Rother für die geleistete Arbeit. Doch der 37-Jährige betont, dass zwei Frauen großen Anteil an der positiven Situation haben. Für die nötige Basis sorgte die einstige Kämmerin Hannah Arnold, die im Sommer 2016 überraschend verstarb. Danach wurde eine Doppellösung für die finanziellen Aufgaben gefunden. Noch vor Rother, der jeweils 20 Stunden in Gelenau und als Dozent an der TU Chemnitz arbeitet, stieß Viktoriya Blyugerman zur Gemeinde. Als Buchhalterin hat sie alles im Griff, sodass Schreiter das Experiment Doppellösung als gelungen bezeichnet.