Gelenau steckt im Keller fest

Ringen RSK hat ersten einen Sieg auf dem Konto

Die Gelenauer Ringer kommen in dieser Saison einfach nicht in Fahrt. Nach sechs Kämpfen, in denen lediglich ein Sieg gelang, rangiert der RSK unter den zehn Mannschaften der 2. Bundesliga Nord an vorletzter Stelle. Nur der noch punktlose AC Germania Artern ist schlechter, denn die Gelenauer gewannen das direkte Duell hauchdünn mit 14:12. "Da hat aus unserer Sicht mal alles gepasst", denkt RSK-Trainer Björn Lehnert gern an den Abend in Artern zurück. Ansonsten hatte er wenig zu lachen. Auch bei der WKG Pausa/Plauen (12:15) oder gegen den SV Rotation Greiz (13:14) war sein Team nah dran, aber letztlich reichte es nicht. "Da macht sich der Ausfall von Norman Mahmudov bemerkbar", hadert der Coach. Doch der Freistil-Experte steht nach einem Fußbruch noch nicht wieder zur Verfügung. Mangels adäquatem Ersatz sind die fehlenden Punkte nur durch Überraschungserfolge anderer Athleten zu kompensieren. Dies gelang RSK-Kapitän Daniel Franke zuletzt gleich zweimal. Nachdem er bereits den Greizer Florian Crusius bei einer Rolle abgefangen und geschultert hatte, vollbrachte er gegen Markneukirchen ein ähnliches Kunststück. Dabei stand ihm mit Radoslav Vasilev der Bronzemedaillen-Gewinner der Junioren-WM gegenüber. Allerdings hatte der Bulgare mehrere Kilogramm abgeschwitzt, um im Limit bis 61 Kilogramm starten zu können. "Schon nach drei Minuten habe ich gemerkt, dass bei ihm die Kräfte nachließen. Ich wusste, es gibt diesen einen Moment", witterte Franke seine Chance - und zog einen perfekten Kopfhüftwurf. Doch wieder unterlag der RSK am Ende 11:17. Die Chance, es besser zu machen, bietet sich an diesem Wochenende gleich zweimal. Denn nach dem Auswärtskampf in Werdau empfangen die Gelenauer morgen, 17 Uhr, den RV Lübtheen.