Gelenauer Grundschule geht mit gutem Beispiel voran

Digitalisierung Fördermittel wurden für hochmoderne Ausstattung genutzt

Gelenau. 

Gelenau. Wo früher mit Füllfederhalter und Heften gearbeitet wurde, schreiben die Schüler jetzt mit sogenannten Pens auf einem iPad. So sieht inzwischen zumindest ein Teil des Alltags an der Gelenauer Pestalozzi-Grundschule aus, die im Sommer mit einem kompletten Klassensatz dieser mobilen Endgeräte ausgestattet wurde. "Die 24 iPads werden vorwiegend in der dritten und vierten Klasse genutzt", erklärt Klaus Böhm. Doch der Lehrer, der als Pädagogischer IT-Koordinator (Pitko) schon seit Jahren die technische Entwicklung vorantreibt, hat noch weitaus interessantere Visionen: "Irgendwann soll jeder Schüler über ein iPad verfügen."

24 Access-Points installiert

Noch ist es nicht soweit, aber die Voraussetzungen wurden bereits in den vergangenen Sommerferien geschaffen. Da wurde das Schulgebäude mit 24 sogenannten Access-Points ausgestattet, sodass es nun in jedem Zimmer das Internet problemlos genutzt werden kann. Die Kabel vom Serverraum führen nun in alle Ecken. "In jedem Zimmer könnte gleichzeitig digitaler Unterricht stattfinden", betont Böhm. Während unter den Schülern aber derzeit immer nur eine Klasse die mobilen Endgeräte nutzen kann, sind die Lehrer schon komplett damit ausgestattet. Jeder verfügt über ein iPad, weshalb Klassenbücher in der bisher bekannten Form bald nicht mehr notwendig sind. Immer mehr spielt sich auf digitaler Ebene ab.

Gemeinde steht voll hinter dem Projekt

Gerade in Corona-Zeiten zeigen sich die Vorteile dieser modernen Ausstattung. Nicht nur dank der guten Homepage und einer speziellen Verwaltungssoftware blieben die Schüler und Eltern immer gut informiert, als sie Ende des vergangenen Schuljahres zuhause bleiben mussten. Auch mit Videokonferenzen wird an der Gelenauer Grundschule mitunter gearbeitet. Ermöglicht wird dieser beispielhafte Weg in eine moderne Zukunft durch die Gemeinde, die Mittel aus dem Förderprogramm "Digitale Schulen" konsequent in die Weiterentwicklung investiert. Reichlich 85.000 Euro flossen in diesem Jahr in die Technik sowie in die Installation der WLAN-Versorgung. "Wir sind eine der ersten Schulen in der Region, die so weit ist", sagt Bürgermeister Knut Schreiter. Auch der Folgekosten sind sich er und die anderen Gemeinderäte bewusst: "Wir werden entsprechende Mittel im Haushalt einplanen."