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Gelenauer Kinobetreiber weiß Corona-Pause zu nutzen

Sanierung Clubkino erhält neue Heizung sowie neue Seitenwände

Gelenau. 

Gelenau. Eigentlich sind im Gelenauer Clubkino die Blicke immer nach vorn gerichtet, um auf der Leinwand alles mitzubekommen. Aktuell stehen jedoch die Wände links und rechts sowie die Decke des Kinosaals im Fokus, denn Betreiber Sven Kruppa nutzt die Corona-Zwangspause für eine Sanierung. Statt sich über die aktuelle Auszeit zu beschweren, ergreift der Gelenauer die Initiative. "Vor Corona hatte ich dafür keine Zeit", sagt er. Aufgrund der Saalrenovierung wäre mindestens einen Monat lang kein Kinobetrieb möglich gewesen. Nun, wo ohnehin keine Filme gezeigt werden dürfen, scheint der perfekte Zeitpunkt für die Maßnahme gefunden.

Fördermittel helfen

Auf den ersten Blick mag der Zeitpunkt der Sanierung verwundern, da sich die gesamte kulturelle Branche - inklusive der Kinos - in einer tiefen Krise befindet. Allerdings hat Sven Kruppa für sein Vorhaben schon lange gespart, weil er die Idee dafür schon seit vier Jahren im Kopf hat. Erleichternd kommt hinzu, dass er die vom Staat zugesagten November- und Dezember-Hilfen bereits erhalten hat. Und auch die finanzielle Förderung trägt dazu bei, die Pläne in die Tat umzusetzen. So wird die neue Heizung, die etwa die Hälfte der Investitionskosten von rund 100.000 Euro ausmacht, zu 35 Prozent von der Sächsischen Aufbaubank gefördert. Für die neue LED-Beleuchtung, die neue Stoffbespannung der seitlichen Wände und die Malerarbeiten gibt es von der Film-Förderungsgesellschaft eine Unterstützung von 80 Prozent.

Umweltfreundlich und sparsam

Und auch mit Blick auf die Zukunft sollen sich die Arbeiten in finanzieller Hinsicht positiv auswirken. "Die neue Ausrüstung ist umweltfreundlich und geldsparend. Das war von Anfang an unser Anliegen", betont Kruppa, der bereits mit einer Solaranlage auf dem Dach ein wichtiges Zeichen gesetzt hat. Nicht zuletzt dient die Sanierung aber auch der Qualität, denn natürlich soll das Publikum den Besuch im Gelenauer Clubkino künftig noch mehr genießen können. So dienen beispielsweise die neuen Heiz- und Akustikplatten an der Decke auch dazu, den Schall zu brechen. Für optimalen Ton ist also ebenso gesorgt wie für angenehme Temperaturen, die auch durch eine neue Wärmepumpe und eine Hackschnitzelheizung gewährleistet werden. "Wichtig war uns auch, dass das bisherige Flair des Saals trotz aller Neuerungen erhalten bleibt", erklärt der Betreiber, der mit einem neuen Tonsystem bereits weitere Pläne im Hinterkopf hat. Zunächst aber hofft der Gelenauer, möglichst bald wieder Filme zeigen zu können.