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Gelenauer rettet streunende Katzenfamilie

Suchaktion Katzenmutter und ihre sechs Jungen sind dank Thomas Steinert jetzt in Sicherheit

Gelenau. 

Gelenau. Wochenlang hat eine streunende Katzenfamilie eine ganze Gelenauer Nachbarschaft in Atem gehalten. Allen voran Thomas Steinert, der eine Suchaktion einleitete und mit Unterstützung weiterer Familien die Mutter und ihre sechs Jungen letztlich in Sicherheit bringen konnte. "Die ganze Straße hat darüber gesprochen. Immer wieder sind die Miezen aufgetaucht und waren schnell wieder weg", berichtet der 44-Jährige, der durch eine Meldung im Internet aufmerksam geworden war. Dort hatte eine Autofahrerin berichtet, eine schwächelnde kleine Katze am Straßenrand im Gelenauer Niederdorf aufgelesen und zum Tierarzt gebracht zu haben.

Katzenschnupfen als ernste Bedrohung

Rasch war Thomas Steinert klar, dass es sich um eins der Jungen handeln musste, die in seiner Umgebung schon mehrfach gesehen worden waren. Durch die Social-Media-Meldung wusste er auch, dass Eile geboten war. Schließlich hatte die gerettete Mieze mit Katzenschnupfen zu kämpfen, der ihr fast das Augenlicht nahm. "Das ist eine ernstzunehmende, lebensbedrohliche Krankheit für Kitten und kein Schnupfen wie wir ihn als Mensch kennen", betont der Gelenauer, der gleich zu Beginn seiner Suchaktion zwei weitere Junge fangen und ins Tierheim bringen konnte.

Tierheim fungiert als Vermittler

Im Annaberger Tierheim Neu-Amterika wurden ihm Katzenfallen mitgegeben. Und diese Boxen halfen ihm - genau wie die Tipps spielender Kinder und das Bellen eines Hundes - auch den Rest der Katzenfamilie in Sicherheit zu bringen. Gern hätte Thomas Steinert die Miezen auch bei sich behalten. "Aber sie brauchten professionelle Hilfe", betont der 44-Jährige, der mit seiner Aktion auf das Problem streunender Katzen aufmerksam machen wollte. Oft werde einfach weggesehen. Dabei bringe es viel, aktiv zu werden. So können die Jungen durch das Tierheim an interessierte Familien vermittelt werden. Und die Mutter wurde sterilisiert, damit nicht noch mehr junge Tiere in der Wildnis in Gefahr geraten.