Gelenauer Ringer beschenken Urgestein zum Abschied mit Platz 1

Rico Richter darf in seinem letzten Kampf einen Sieg im Gipfeltreffen gegen Werdau bejubeln

Gelenau

Zu seinem Abschied hätte sich Rico Richter kaum ein schöneres Geschenk wünschen können. Mit einem 20:9-Sieg im Gipfeltreffen gegen den AC Werdau haben die Gelenauer Ringer, für die der 35-Jährige zum letzten Mal auf die Matte ging, die Tabellenführung in der Regionalliga Mitteldeutschland übernommen. Schon das war für die mehr als 500 Fans ein Grund zum Feiern. Doch so richtig emotional wurde es erst, als Richter nach dem letzten Duell des Abends seine Ringerschuhe symbolisch in die Mattenmitte stellte und das Ende seiner Laufbahn verkündete.

Drei Jahrzehnte mit vielen Erfolgen

„Wer hätte vor 31 Jahren gedacht, dass ich so viele wunderbare und tolle Momente mit so geilen Typen erleben würde“, sagte Richter nach Kampfende sichtlich bewegt. Als Vierjähriger hatte er mit dem Ringen begonnen, indem er in die Fußstapfen seines Vaters trat. Mit dem mittlerweile verstorbenen Ralf Richter stand er auch gemeinsam in der Mannschaft. Es war einer von vielen Träumen, die sich der Gelenauer auf der Matte erfüllen konnte. Dazu gehörten auch der Gewinn des deutschen Meistertitels in der B-Jugend, zahlreiche weitere Erfolge im Einzelbereich, vor allem aber viele unvergessliche Momente mit der Gelenauer Mannschaft.

Von schwerer Verletzung nicht zu stoppen

„Der Zusammenhalt hier ist einzigartig“, betonte Freistil-Experte, der in seiner Jugend zwischenzeitlich auch am Stützpunkt in Luckenwalde trainierte. Dort wurde er von einer schweren Knorpelverletzung am Ellenbogen ausgebremst. Obwohl ihm der Arzt bei der Operation keine Hoffnung auf weiteren Leistungssport machte, dauerte Richters Pause nur zwei Jahre. Danach stand er wieder regelmäßig für seinen Heimatort auf der Matte und schaffte es mit seinen Teamkollegen zwischenzeitlich sogar in die 2. Bundesliga. Als Spitzenreiter der Regionalliga schreiben die Gelenauer nun wieder Geschichte, doch Richter will die Familie nun in den Vordergrund rücken. Als Trainer bleibt er dem Verein allerdings erhalten.

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