Gemalte Kennzeichen und 82 Prozent Überladung: Polizei stoppt LKW im Erzgebirge

Verkehrskontrolle in Venusberg endet mit mehreren Anzeigen

Drebach/ OT Venusberg

Ein völlig überladener Lastwagen mit selbst gemalten Kennzeichen ist am Freitagmorgen in Venusberg von der Polizei gestoppt worden. Die Beamten stellten dabei gleich mehrere Verstöße fest – darunter technische Mängel, fehlende Fahrerlaubnis und Kennzeichenmissbrauch.

Polizisten entdecken fehlende Kennzeichen

Beamte der Gemeinsamen Fahndungsgruppe der Landes- und Bundespolizei (GFG Chemnitz) bemerkten den LKW MAN am Freitag gegen 8.45 Uhr während einer Streifenfahrt im Gegenverkehr in Venusberg. Sowohl am Front- als auch am Heckbereich waren zunächst keine offiziellen Kennzeichentafeln zu erkennen.

Die Einsatzkräfte wendeten daraufhin ihr Fahrzeug und kontrollierten den mit Bauschutt beladenen LKW in der Ortslage Venusberg.

Kennzeichen auf Pappe gemalt

Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass hinter der Frontscheibe sowie am Heck lediglich auf Pappe gemalte Kennzeichen angebracht waren. Nach Angaben der Polizei waren die ursprünglichen Kennzeichen offenbar einige Tage zuvor verloren gegangen.

Allerdings ergab die weitere Überprüfung, dass dem Fahrzeug inzwischen bereits neue amtliche Kennzeichen zugeteilt worden waren. Gegen den Fahrer beziehungsweise Verantwortliche wird deshalb nun wegen Kennzeichenmissbrauchs ermittelt.

Fahrer ohne passende Fahrerlaubnis unterwegs

Der 27-jährige rumänische Fahrer konnte zudem keine gültige Fahrerlaubnis vorweisen, die ihn zum Führen eines LKW berechtigt. Gegen ihn wurde daher Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis erstattet.

LKW um mehr als 82 Prozent überladen

Hinzugerufene Kräfte der Verkehrspolizeiinspektion Chemnitz untersuchten den Lastwagen anschließend genauer. Dabei wurde festgestellt, dass der LKW massiv überladen war – um mehr als 82 Prozent.

Zusätzlich bestätigte ein Gutachter erhebliche technische Mängel am Fahrzeug. Unter anderem waren die Bremsen und sämtliche Reifen stark verschlissen. Außerdem war ein Stabilisator an der Hinterachse defekt und die Kippmulde erheblich beschädigt.

Die Polizei untersagte die Weiterfahrt und stellte den LKW sicher.

Weitere Anzeigen folgen

Neben den eingeleiteten Strafverfahren wegen Kennzeichenmissbrauchs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis erwarten Fahrer und Halter weitere Anzeigen wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten.

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