Gemeinde Schönheide lehnt vorzeitige Aufeisung ab

Eishalle Verein muss auf andere Hallen ausweichen

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Steffen Münch ist Vorsitzender der Eishockey-Vereins Schönheider Wölfe. Foto: R. Wendland

Schönheide. Zum Leidwesen des neu gegründeten Eishockey-Vereins Schönheider Wölfe hat sich der Gemeinderat von Schönheide in der jüngsten Sondersitzung gegen ein vorzeitiges Aufeisen im Eisstadion von Schönheide ausgesprochen. Eigentümer der Eishalle ist die Gemeinde Schönheide.

Bürgermeister Kai Wilhelm erklärt, man plane die Saison ab 30. September mit Beginn der Herbstferien in Sachsen. Und das bedeutet, man beginnt erst Mitte September mit dem Aufeisen. Die Bitte, ab 15. September Eis vorzuhalten, wurde bereits im Monat Mai vom jetzt insolventen Verein EHV Schönheide an die Verwaltung herangetragen.

Seitens der Schönheider Wölfe muss man die Entscheidung akzeptieren und damit leben. Die Verwaltung bringt Argumente: unter anderem die Haushaltskonsolidierung und die Kosten-Beteiligung, die seitens des Eishockey-Vereins in den letzten Jahren ausblieben seien.

Verein kann die Bedingungen nicht erfüllen

Zudem führt man die hohen Außentemperaturen und die damit verbunden Energiekosten ins Feld. Die Bedingungen, welche die Gemeinde an eine vorzeitige Aufeisung knüpft, sind seitens des Eishockeyvereins nicht haltbar. Der Verein sollte 10.000 Euro an Kosten tragen für den Zeitraum vom 15. bis 29. September und die Zahlung bis 25. August leisten.

Vereinschef Steffen Münch sagt: "Das ist uns nicht möglich. Wir haben jetzt das Problem, dass weder die Kinder noch die 1. Männer-Mannschaft ordentlich trainieren können und wir ausweichen müssen." Zur Sondersitzung hat der Gemeinderat beschlossen, dem Eishockey-Verein und dem Fußball-Verein jeweils eine Unterstützung von 500 Euro zukommen zu lassen.