Gerd Schädlich ist Trainer der Jahrhundertelf des FC Erzgebirge Aue

FC Erzgebirge Aue feiert mit 5000 Fans Geburtstag

Aue

Ein Hauch Olympia weht durch das Erzgebirgsstadion. Der FC Erzgebirge Aue präsentiert sich als Mehrspartenverein. Die Abteilungen und Mannschaften des Kumpelvereins laufen ein. Dass das vor der Gegentribüne passiert, ist zwar nicht ideal, aber die Geste zählt. Die Botschaft ist klar: Hier feiert nicht nur ein Fußballverein. Auf der Tribüne, wo zirka 5000 Gäste Platz genommen haben, zeigt sich, dass eine ganze Region hinter den Veilchen steht.

Festakt zum 80-jährigen Vereinsjubiläum

Gänsehautmomente gibt es während des Festaktes anlässlich des Vereinsjubiläums viele. Sie reihen sich wie die Perlen an einer Kette.

Stimmung im Stadion: Die Randfichten sorgen für Emotionen

Da wäre der Auftritt der Randfichten. Natürlich zelebrieren sie den Holzmichl, der auch Jahre nach dem aus dem Erzgebirgsstadion (zumindest als Skulptur) verschwunden ist, immer noch lebt. Das Lied könnte aber auch als Mutmacher für den FC Erzgebirge Aue verstanden werden.

Höhepunkt des Abends: Die „Elf aller Zeiten“

Dann aber kommt es richtig heftig. Eine regelrechte Gänsehautwelle setzt ein, denn Mario Dörfler und Frank Miethling, die durch den Abend führen, geben die Elf aller Zeiten bekannt.

Spalier für Vereinslegenden

Bergleute stehen Spalier, als das „Who is Who“ aus 80 Jahren Vereinsgeschichte einläuft.

Martin Männel als bester Torwart geehrt

Von der aktuellen Mannschaft schafft es Rekordspieler Martin Männel in diese Aufstellung. Er ist damit der beste Torwart aller Zeiten.

Große Namen der Vereinsgeschichte

Die Abwehrreihen machen Volker Schmidt, Jörg Emmerich und Tomasz Kos dicht. Dann folgen vier große Namen aus verschiedenen Zeiten Holger Erler, Jan Hochscheidt, Skerdilaid Curri und Dimitrji Nazarov. Dima war nach eigener Aussage megastolz auf die Ehrung: „Ich war sieben Jahre in Aue. Ich hatte eine unglaublich schöne Zeit hier, hab viel erlebt und hab wirklich mein letztes Hemd gegeben. Das ist mir mal besser gelungen, mal schlechter“, so der ehemalige offensive Mittelfeldspieler.

Stürmerlegenden und emotionale Momente

Im Sturm gehören Harald Mothes, Willi Tröger und Jürgen Escher zur Elf aller Zeiten. Für Willy Tröger, der 2004 verstarb, nimmt Sohn Siegfried die Auszeichnung entgegen: „Mein Vater wurde hier in diesem Stadion, so kann man sagen, auf Händen getragen. Also, er hat ja 15 Länderspiele und 11 Tore gemacht und hier so viele Siege gefeiert. Einfach toll.“

Ehrung für Trainerlegende Gerd Schädlich

Als Trainer der „Jahrhundertelf“ erhielt Gerd Schädlich die meisten Stimmen. Das Stadion feierte die Trainerlegend posthum.

Prominente Gäste beim Jubiläum

Damit aber nicht genug. Julia Taubitz, die Doppel-Olympiasiegerin im Rodeln, war zu Fete gekommen und durfte sich über eine Torte freuen. Sie hat drei Tage zuvor ihren 30. Geburtstag gefeiert. Und auch Rico Einenkel von Stereoact war als Botschafter des Erzgebirges gekommen. Er schenkte dem Verein eine kleine Premiere und hatte eine ganz eigene Interpretation des Steigermarschs mit. Auf den Videoleinwänden flimmerten zahlreiche Grußbotschaften ins Stadion.

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