Geschafft! Initiative erreicht Zentralanschluss

Baureport Mühen der Leukersdorfer haben sich gelohnt

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Der zentrale Abwasseranschluss war nicht nur für den Geschäftsführer der Wasserwerke Westerzgebirge, Dr. Frank Kippig (li.), ein großer Schritt, auch die Leukersdorfer freuen sich über diese Entwicklung. Foto: Carsten Wagner

Leukersdorf. Es ist immer wieder eine Gewissensfrage gewesen: Zentraler oder dezentraler Abwasseranschluss. In Leukersdorf hat sich eine Bürgerinitiative für die zentrale Variante stark gemacht. "Die neue Gasse bietet sich aufgrund ihrer kontinuierlichen langen Hanglage zwar für einen Freigefälleabwasserkanal an, aber die Kosten der abwassertechnischen Erschließung lagen weit über der vom Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge veranschlagten Investitionsobergrenze", teilte ZWW-Geschäftsführer Frank Kippig mit.

Grundstückseigentümer machten es möglich

Doch die Grundstückseigentümer stimmten einer Kostenbeteiligung zu, sodass der zentrale Anschluss trotzdem realisiert werden konnte. Insgesamt wurden mehr als eine Million Euro in die Erschließung mit Regenwassersystem investiert. Die Bürgerbeteiligung lag je Grundstück bei 6.650 Euro. 52 Grundstücke wurden angeschlossen, sodass insgesamt knapp 350.000 Euro durch die Anwohner für das Projekt zur Verfügung gestellt wurden. Gut 100.000 Euro übernahm der Freistaat.

Seit 2012 in Planung

So hatten in dieser Woche nicht nur die Verantwortlichen des ZWW gut lachen, sondern konnten sich auch die Einwohner von Leukersdorf freuen als der zentrale Abwasseranschluss offiziell in Betrieb genommen wurde. Damit endete eine lange Planungsphase. Denn erste Gespräche dazu gab es bereits im Juni 2012. Drei Jahre später erfolgte der Bau der notwendigen Gruppenkläranlage.

Das Ziel wurde erreicht

Im vergangenen Jahr begann schließlich der Bau des Freigefälleschmutzwassersammlers. Der Schmutzwassersammler hat eine Länge von 671 Metern, der Mischwassersammler ist 96 Meter und der Regenwassersammler 151 Meter lang. Die 52 Abwasserhausanschlüsse werden von aktuell 160 Einwohnern genutzt. "Der Aufwand hat sich gelohnt, Bürgerinitative, Bürger, Zweckverband und Kommune haben gemeinsam ein Ziel verfolgt und erreicht", so Dr. Frank Kippig.