"Geschwinde Post" und Wendlers Horn

Heimatgeschichte Freundeskreis widmet sich 320 Jahren Post-Geschichte in Schneeberg

Schneeberg. Über die lebhafte Postgeschichte von Schneeberg lässt sich einiges erzählen: Früher war die Post, über die Jahre gesehen, an wechselnden Standorten in der Innenstadt untergebracht. Wie Erhard Kühnel vom Freundeskreis Stadtarchiv Schneeberg erklärt, fand man unter anderem im ehemaligen Gasthof "Zum Löwen", einem Gebäude am heutigen Fürstenplatz, eine Posthalterei. Das Hotel "Am Ring", wo Goethe einst abgestiegen ist, der "Goldene Hirsch" und auch der "Sächsische Hof" waren einmal als Post ausgewiesen. "Das erste Mal von Postwesen hat man vor 320 Jahren, 1692, gesprochen. Damals wurde die "Geschwinde Post" Leipzig-Schneeberg eröffnet", so Kühnel, der dies zum Anlass genommen und einen Vortrag zu den Anfängen der Schneeberger Postgeschichte gestaltet hat. Neugierige können seinen Ausführungen Donnerstag lauschen. Beginn der Veranstaltung ist 19 Uhr im Kulturzentrum "Goldne Sonne" in Schneeberg - der Eintritt ist frei. Im Vortrag, der ein Stück Heimatgeschichte vermittelt und faszinierende Einblicke gewährt, geht es unter anderem um alte Postwege und Posthaltereien. "Wir haben eine ganze Reihe alter Karten und anderes interessantes Material einschließlich der Hunde-Post, die es einmal gab. Gefahren ist die zwischen Kirschberg und Wilkau-Haßlau. Außerdem gab es eine historische Post, die von Schlema nach Schneeberg gefahren ist." Aus dieser Zeit stammt auch die Geschichte um Max Wendler: dessen Posthorn ist bis heute erhalten.