Geteilte Punkte beim Derby

Fußball Spannende Begegnung im Sparkassen-Erzgebirgsstadion

Kompliment, für das Team von FCE-Trainer Pavel Dotchev. Mit viel Kampfgeist haben die Veilchen durch ein Tor von Steve Breitkreuz zumindest einen Punkt im Sachsenderby gegen den haushohen Favoriten Dynamo Dresden geholt. Kompliment, für beide Fanlager. Während des Spiels gab es keinerlei "Querschläger". Es wurden kein Bengalisches Feuer und auch keine Feuerwerksrakete gezündet. Nur in den Fangesängen sowohl auf Auer als auch auf Dresdner Seite ging es während der Begegnung hart und deftig zur Sache. Daher wurde nach dem Abpfiff an der großen Anzeigetafel des Sparkassen-Erzgebirgsstadions den Mannschaften und den Fans für ein spannendes und friedliches Sachsenderby gedankt. Es bleibt nach dem Spiel nur ein heftiges Kopfschütteln. Dieses gilt jenen Anhängern, die die Schweigeminute durch Merkel-Muss-Weg-Rufe störten, mit der man eigentlich den Opfern der drei Terroranschläge von Paris, Mali und Ägypten gedenken wollte. Auch FCE-Trainer Pavel Dotchev hatte dafür nur ein Kopfschütteln übrig. Rein sportlich hingegen gab es am vergangenen Samstag kaum Grund den Kopf zu schütteln. "Ich denke, dass es ein Spiel auf sehr, sehr hohem Niveau war - für die dritte Liga", so der Coach der Veilchen: "zwei gute Mannschaft, die aufeinander getroffen sind." Obwohl Dotchev im Vorfeld Dynamo Dresden in der 3. Liga mit den Bayern in der Bundesliga verglichen hat, konnte er am Samstag nach dem Spiel festhalten, dass es ein Spiel auf Augenhöhe war: "Das Spiel war ausgeglichen", zog Dotchev Resümee. Mittelfeldakteur Christian Tiffert stellte nach Abpfiff fest: "Ich glaube allgemein war das Werbung für die 3. Liga. Beide Mannschaften wollten Fußball spielen." Die Punkteteilung geht aus seiner Sicht völlig in Ordnung. Es sei das beste Spiel der Veilchen in dieser Saison gewesen.