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Gewerbeverein Stollberg mit weiteren Protestaktion

Protest: Händler machen auf sich aufmerksam

Stollberg. 

Stollberg. Der Gewerbeverein Stollberg startet am morgigen Freitag ab 10 Uhr eine erneute Protestaktion. Bereits letzte Woche hatten Stollberger Händler auf dem Hauptmarkt der Stadt auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Eine Öffnung bei einer Inzidenz von 35, die derzeit nicht in Sicht ist, scheint seit gestern vom Tisch. Die erneut steigenden Zahlen bereiten größte Sorgen, sagt der Gewerbevereinsvorsitzender Jörg Loos. Was passiert, wenn die Zahlen noch weiter steigen? Was ist, wenn wir die Inzidenzen nie erreichen? Wie lange werden wir noch ohne Einkommen leben müssen?

Es sind Fragen, wie diese, die sich viele stellen, denn die meisten haben noch keine Hilfen erhalten. Es herrscht Unsicherheit. An der Protestaktion können sich auch Gewerbetreibende der umliegenden Städte und Gemeinden beteiligen, wie es vom Gewerbeverein Stollberg heißt. Man wolle mit Verantwortung und Abstand ganz unpolitisch aufmerksam machen, dass es andere Wege geben muss, als die derzeit vorgegebenen.

Den Händlern sind die Krankheitszahlen keineswegs egal und jeder Einzelne, der an Corona verstirbt, einer zu viel. Doch bei allem Verständnis für den Schutz aller, überwiege die Frage, was passiert, wenn die Zahlen noch Monate so hoch bleiben? "Wir können uns nicht mit der Situation abfinden, einfach auf die lange Bank geschoben zu werden", erklärt Jörg Loos. Marco Pfitzner, Geschäftsführer Reco Möbel Stollberg sagt: "Die Situation ist generell für jeden Einzelhändler nicht schön und auch nicht angenehm. Jeder hat die Maßnahmen so weit akzeptiert, aber mittlerweile kommt eine gewisse Unruhe rein. Jeder hat ein Hygienekonzept und ich denke, dass ein softes Öffnen möglich wäre." Wie der 53-jährige erklärt, sind bei ihm im Unternehmen 18 Mitarbeiter beschäftigt: "Wir haben zwar in der Vergangenheit gut gewirtschaftet, aber irgendwann sind auch diese Reserven erschöpft. Lange ist die aktuelle Situation nicht mehr haltbar."



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