Gewitter, Feuer und Flut: Unwetterchaos im Erzgebirge

unwetter Superzelle zog an Pfingstmontag übers Erzgebirge

Schwere Unwetter zogen Pfingstmontag gegen 21 Uhr über das Erzgebirge in Sachsen hinweg. Eine sogenannte Superzelle entstand in Tschechien und erfasste das Erzgebirge. Eine riesige Wallcloud zeigt die bedrohliche Unwetterfront. Unter einer Tankstelle suchten zahlreiche Autofahrer Schutz, bevor ein Hagelsturm einsetzte. Der Hagel war im Gegensatz zu Bayern relativ klein, maximal 4 Zentimeter waren die Körner groß, dennoch fiel innerhalb kürzester Zeit enorm viel Hagel und Wasser. Straßen standen unter Wasser.

Bauerngut vom Blitz getroffen

Auf der B 95 bei Annaberg-Buchholz verwandelte sich die Straße in eine Hagel-Seen-Landschaft. Noch schlimmer traf es ein Bauerngut in Steinbach bei Jöhstadt. Der Blitz schlug ein und setzte den Dachstuhl in Brand. Eine Anwohnerin dazu: "Es ging Wind auf, ich habe Blitze fotografiert, dann war es kein Spaß mehr. Dann kam Hagel, Blitze. Auf einmal waren die Blitze ringsherum. Dann hat es klatsch gemacht, wir dachten bei uns hat es eingeschlagen und dann brennt vom Nachbar das Dach."

Bundesstraße unter Wasser

Auf der B 174 bei Marienberg ging gar nichts mehr. Die Fahrbahn war überflutet, die Feuerwehr machtlos. Der Hagel türmte sich hier bis zu einem halben Meter hoch. Ursache für die schweren Unwetter war sehr viel Energie, es war eine sogenannte HP-Superzelle, charakteristisch: Viel Niederschlag und Hagelmassen in kurzer Zeit. Am Dienstag drohen wieder Unwetter.