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Chemnitz

Geyersdorf feiert die vergessene Stadt

Event 550 Jahre Stadtrecht zeigt spannende Historie

Geyersdorf. 

Geyersdorf. Wenn mit einem Festwochenende vom 24. bis 26. August 550 Jahre Stadtrecht Geyersdorf gefeiert wird, dann geht es vor allem auch um die vergessene Stadt im Erzgebirge, ihre spannende Historie, die ergiebigen Erzfunde und bergbauliche Tradition. "Lange vor der Stadtgründung von Annaberg siedelten sich am Osthang des Pöhlberges (ehemals Belberg) Bergleute an. Grund dafür waren Erzfunde zu Beginn des 15. Jahrhunderts. Bereits im Jahr 1442 wurde das Grubenfeld St. Briccius beim Bergamt in Geyer eingetragen. Es war für den Geyersdorfer Bergbau besonders bedeutsam. Vermutet wird, dass zu dieser Zeit Bergleute aus Geyer mit dem Abbau von Silber und Kupfer begannen. Der Name Geyersdorf deutet darauf hin", informiert Stadtsprecher Matthias Förster.

So wurde Geyersdorf gegründet

Im Hinblick auf ergiebige Erzfunde stellten die ortsansässigen Bürger beim Kurfürst den Antrag, die sogenannte "Stadtgerechtigkeit", das Stadtrecht, zu erhalten. Dieses Recht stand im Zusammenhang mit der sogenannten "Bergfreiheit". Sie gestand den Bergstädten besondere Privilegien zu. Kurfürst Ernst von Sachsen, Landgraf in Thüringen und Markgraf zu Meißen, der als Inhaber des "Bergregals" am Bergbau interessiert war, verlieh daraufhin am 4. Februar 1468 dem Ort Geyersdorf die Privilegien einer Stadt.

Die große Blütezeit des Bergbaus in Geyersdorf war das 16. Jahrhundert. Zwischen 1575 und 1595 lieferte der Bergbau 3510 Zentner Kupfer und 5060 Mark Silber. Heute bewahrt der Verein "Gewerkschaft St. Briccius" in Geyersdorf das bergbauliche Erbe. Am Osthang des Pöhlbergs betreibt er ein Besucherbergwerk, in das auf Voranmeldung eingefahren werden kann. Zum Festwochenende wird der Platz zwischen örtlicher Kirche, Spielplatz und Parkplatz zu einer "Festmeile" umgestaltet und man darf sich auf ein buntes Programm mit mittelalterlicher Musik und einem Handwerkergarten freuen.



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