Gitarrist aus dem Erzgebirge im „freien Fall“ in der Wüste

Wilde Dünenfahrten und musikalische Entdeckungen prägen seine Reise

Namibia

Weite Wüste, heißer Sand, trockene Hitze, nächtliche Kühle und das acht Tage lang. Gitarrist Vicente Patiz hat genau das erlebt – in Namibia.

Wilde Fahrten durch die Dünen

Von Zeit zu Zeit zieht es den Erzgebirger in die Ferne. Diesmal nach Afrika. Das coolste seien die wilden Fahrten durch die Dünen gewesen: „Es ist einfach ein Traum, 300 Meter lange Dünen hoch und vor allen Dingen auch wieder runterzufahren.“ Besonders beeindruckend war dabei der Blick nach vorn. „Man schiebt im freien Fall den Sand vor sich her. Das ist schon ein irres Gefühl.“

„Krasses Abenteuer“

Dass dieses verrückte Vergnügen auch seine Gefahren hat, war dem Künstler durchaus klar. Aber genau darin sah er sein „krasses Abenteuer“. „Es ist ein schmaler Grat zwischen dem Gefühl, das Auto kippt gleich um oder wir bleiben stecken und wir fahren eine Ideallinie und kommen wunderbar durch“, beschreibt Patiz den besonderen Nervenkitzel.

Erfahrener Guide bot Sicherheit

Etwas Sicherheit bot ein erfahrener Guide. „Harry Kirchner hat die Konzession, solche verrückten Touren zu fahren und er hat auch richtig Ahnung vom Allrad fahren“, sagt Gitarrist Patiz, der das Abenteuer Namibia aber nicht auf die Wüstenerfahrung beschränken wollte.

Begegnungen mit Mensch und Tier

Im Trockenfluss Hoanib konnte Patiz hautnah Elefanten beobachten. „Ich habe gesehen, wie sie ihre Jungen zur Mittagsruhe bringen.“ In Erinnerung bleiben auch die Begegnungen mit den Menschen im Land. „Es gab einige sehr berührende Begegnungen mit Frauen vom Stamm der Herrero, die mir ihre Lieder vorgesungen haben und denen ich meine Musik vorspielen durfte“, so Vicente Patiz. Der Klang ihrer Stimmen und die besondere Art ihres Singens haben den Gitarristen fasziniert.

Inspiration geschöpft

Daraus schöpfe er Inspirationen. „Überhaupt war Namibia für mich sehr inspirierend, weil auch die Landschaften beeindruckend sind“, so Patiz. Zwei neue Titel sind während der Zeit in Afrika entstanden. „Sie hören sich sehr stark nach afrikanischem Sound an. Dieser entsteht hauptsächlich durch den besonderen Rhythmus“, findet Vicente Patiz, der sich ein neues Instrument mitgebracht hat. „Das ist eine kleine zweistimmige Pfeife, bei der ich noch sehen muss, wie ich sie genau für meine Musik und in meinen Konzerten einsetze.“

Erweiterung des musikalisches Spektrums

Damit erweitert der Gitarrist sein Weltmusik-Spektrum. Wer Lust auf die Weltmusik, den neuen afrikanischen Sound und Storys aus Namibia hat, der ist am 19. Dezember in der evangelisch-lutherischen Kirche in Lauter genau richtig. Das Konzert beginnt 19.30 Uhr.

Weitere Termine für Konzerte

Weitere Termine: 27.12. Ortmannsdorf bei Zwickau (18 Uhr), 29.12. Freiberg Nikolaikirche (18 Uhr).