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Glas in allen seinen Facetten

Ausstellung In der Böttcherfabrik sind dekorative Produkte zu sehen

Schon vor über 800 Jahren gab es Glashütten im Erzgebirge. Die Bearbeitung von Glas hat aber auch in der jüngeren Vergangenheit der Region einen festen Platz. Vom technischen Glas bis hin zum Schmuckgegenstand wurde und wird hier so einiges daraus gefertigt. Ab sofort widmet sich in der Pobershauer Böttcherfabrik eine neue Sonderausstellung diesem Thema. Zu sehen sind von historischen Bierflaschen aus Glas über Pokale, Glasaugen, Weihnachtsbaumschmuck bis hin zu Vasen und Trinkgefäßen nahezu alle Facetten des Stoffes. Auch große veredelte Glasscheiben werden gezeigt. Die Idee zur Ausstellung stammt von Museumsmitarbeiterin Angelika Ullmann. "Glas ist hier historisch verwurzelt und es gibt noch heute Betriebe, die diese Tradition fortführen. Außerdem begleitet es uns durch das ganze Leben", begründete sie.

Zu denen, die ihre Arbeiten präsentieren gehören Glasschleifer Peter Uhlig aus Satzung und Glasgraveurin Heike Tost aus Marienberg. Die beiden sind ehemalige Kollegen, die ihr Handwerk im Glaswerk von Olbernhau gelernt haben. Heike Tost sogar als eine der letzten Lehrlinge, die der Betrieb ausbildete. Heute sind beide selbstständig, die Lust und Liebe zu ihrem Beruf haben sie immer noch im Blut. "Man braucht für beide Techniken eine kreative Ader und die richtige Ausbildung", findet Peter Uhlig. "Während die Glasschleifer im Tiefschliff oft mit dickem Bleikristall arbeiten beschäftigen sich die Glasgraveure mit zarteren Formen und dünnen Glas", erläuterte Heike Tost den Unterschied der beiden Techniken.

Service: Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Juli jeweils freitags bis sonntags sowie an den Feiertagen zwischen 13 und 17 Uhr zu sehen. Am 11. Mai wird es parallel zum Oldtimertreffen an der Böttcherfabrik, ein Schaugravieren in der Ausstellung geben.