"Glück muss man sich erarbeiten"

Interview FCE-Stürmer Ronny König trainiert sehr gern unter Karsten Baumann

Ronny König ist mit 1,90 m ein im wahrsten Sinne des Wortes großer Stürmer. In der vergangenen Saison gehörte er bei Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue zu den Leistungsträgern, erzielte im Trikot der Veilchen neun Treffer. In dieser Saison kam er bisher zwar in jeder Begegnung zum Einsatz, doch seinen ersten Saisontreffer erzielte er erst im Spiel gegen Jahn Regensburg (3:1) vor zwei Wochen im Lößnitztal. Mit dem sympathischen Kicker sprach Katja Lippmann-Wagner.

Glückwunsch zum ersten Saisontor. Wie wichtig war das Tor?

Es war enorm wichtig! (lacht etwas verlegen) Ich hatte ja lange Zeit nicht getroffen. Die ersten Spiele waren nicht optimal für mich. Ich hoffe, dass der Bann jetzt gebrochen ist und dass ich nicht mehr so lang warten muss, bis ich das nächste Tor schieße.

Ist das, als legt man im Kopf einen Schalter um?

Man hat das Glück und steht an der richtigen Stelle und dann kommt der Ball auch genau dahin. Das Glück hatte ich in den ersten Spielen nicht so. Doch man muss sich das Glück auch erarbeiten und das hab ich getan, bin viel gelaufen, viel gerannt und dann kommt es auch mal zurück.

Und wie wichtig waren die drei Punkte gegen Jahn Regensburg fürs Team?

Fürs Selbstvertrauen ist es ungemein wichtig gewesen. Wir hatten ja jetzt Länderspielpause, konnten gut und in aller Ruhe trainieren. Wir hoffen jetzt und sind auch guten Mutes, dass wir nach München fahren und von dort etwas mitbringen.

Vor dem Sieg gegen Jahn Regensburg war der Druck ziemlich groß - gerade auch auf dem Trainer lastete da einiges. Wie ist die Mannschaft damit umgegangen?

Die Stimmung in der Mannschaft war intern immer gut. Das was von außen kam, der Trainerdruck, hat uns eigentlich kalt gelassen. Wir wollten auch für den Trainer gewinnen. Es macht Spaß unter ihm zu trainieren. Er macht ein super Training.

Die Mannschaft wurde vor der Saison verstärkt. Wie gehen Sie mit dem gestiegenen Konkurrenzkampf im Sturm um?

Konkurrenzkampf gibt es in jeder Mannschaft. Konkurrenz belebt das Geschäft. Wir sind auf jeder Position fast doppelt und gleichwertig gut besetzt und so müssen wir im Training immer richtig reinhauen. Die ersten elf Plätze sind heiß begehrt.

Fußballer sind abergläubisch: Das Montagsspiel gegen den 1. FC Köln hat Euch Glück gebracht!

Wir haben Montagsspiele immer erfolgreich bestritten und es wäre super, wenn das jetzt in München wieder so klappt. Montagsspiele sind aber eher ungünstig für die Fans. Doch egal wie viele mit nach München fahren, sie werden uns lautstark unterstützen. Wir werden versuchen, es mit Leistung zurückzugeben.