Goldener Herbst lässt Zahlen sinken

Arbeitsmarkt Mit 7,5 Prozent ist neuer Positiv-Rekord im Erzgebirge erreicht

Erzgebirge. Der Oktober hat sich auf dem erzgebirgischen Arbeitsmarkt als golden herausgestellt. "Ich darf noch einmal, einen überraschenden Rückgang verkünden", sagt Thomas Berndt, der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz. In der Köhlerhütte Fürstenbrunn in Waschleithe, wo diesmal die offizielle Pressekonferenz zum aktuellen Arbeitsmarktbericht über die Bühne ging, konnte der Agenturchef verkünden, dass die Quote um 0,2 Prozentpunkte auf nunmehr 7,5 Prozent zurückging - ein neuer positiver Rekord. "Im Oktober waren 14.002 Menschen ohne Job. Im September waren es noch 14.379", erläutert Berndt. Ein Grund für die positive Entwicklung ist die stabile Konjunktur, ein anderer das anhaltend gute Wetter. Dies schlage sich vor allem im Bau- und Baunebengewerbe nieder. Ein dritter Grund sind die Instrumente, die den Agenturen und Jobcentern zur Verfügung stehen. Sie bieten Qualifizierungsmaßnahmen, Aus- und Weiterbildungen und die so genannten Arbeitsgelegenheiten an. Dabei handelt es sich um Beschäftigung auf dem zweiten Arbeitsmarkt. "Diese Arbeitsgelegenheiten sind geförderte Beschäftigung", so Berndt. Damit können aber nur zusätzliche Arbeiten durchgeführt werden. Außerdem erfolgt die Vermittlung ausschließlich über das Jobcenter.

Die Hitliste der niedrigsten Arbeitslosenquote führt der Bereich Stollberg gefolgt von Zschopau und Marienberg an. "Mit 9,0 Prozent ist Aue das Schlusslicht", so Berndt. Für November sagt der Agentur-Geschäftsführer einen Anstieg der Zahlen in allen Bereichen voraus. Lediglich im Gaststättengewerbe und der Hotelerie glaubt er an eine steigende Nachfrage der Arbeitgeber: "Das hat saisonale Gründe."