Goldmarie, Pechmarie und Frau Holle in Stollberg

Kultur Stollberger Burattinos bringen "Frau Holle" auf die Bühne

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Für die "Frau Holle" haben sich die Burattinos ins Zeug gelegt. Vorn von links: Cristin Lämmel als Pechmarie, Linda Bartz als Frau Holle und Emely Jakob als Goldmarie. Foto: Ralf Wendland

Stollberg. Das Kinder- und Jugendtheater Burattino ist auf Tour und versprüht dabei eine märchenhafte Stimmung. Eines der aktuellen Stücke ist "Frau Holle" - zuletzt aufgeführt im Kulturhaus in Aue. Linda Bartz spielt Frau Holle. Die 14-jährige Oelsnitzerin gesteht: "So eine Rolle auszufüllen, war am Anfang schwer, aber jetzt geht es."

Zwei bis drei Monate braucht es bis die Rolle bühnenreif ist

Neben der Goldmarie, die von der elfjährigen Emely Jakob dargestellt wird, gibt es eine weitere tragende Rolle im Märchen und das ist die Pechmarie, die Cristin Lämmel spielt. "Es ist interessant, in so eine Rolle zu schlüpfen. Man muss das Hochnäsige versuchen hinzubekommen und den Fakt beachten, dass die Pechmarie eigentlich dumm ist. Die Kombination ist schwierig. Man liest zuerst viel und lernt, bis man den Text richtig draufhat. Dann steigert man sich in die Rolle rein. Zwei bis drei Monate dauert es schon, bis die Rolle bühnenreif ist", erzählt die 14-Jährige aus Niederdorf.

Schon zehn Jahre lag das Stück in der Schublade

Annekathrin Rottstädt-Hänel ist die Leiterin des Theaterpädagogischen Zentrums (TPZ) Stollberg, das aktuell im Begegnungszentrum "das dürer" Räumlichkeiten nutzt. Sie sagt: "Die Burattinos haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Märchenschatz zu erhalten. Wir versuchen, die Inhalte zu vermitteln durch Kinder, die für Kinder Märchen-Theater spielen." Das Stück hat Rottstädt-Hänel bereits vor zehn Jahren geschrieben und es jetzt wieder aus der Burattino-Kiste geholt. Es sei wichtig, sagt sie, dass die Dialoge spritzig formuliert sind.