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Gornauer Grundschüler setzen buntes Zeichen gegen die Einsamkeit

Corona-Aktion Kinder überreichen Bewohnern des Pflegeheims selbst gebastelte Blumen

Gornau. 

Gornau. Für einen kurzen Moment haben die Bewohner des Gornauer Seniorenzentrums all ihre Sorgen, die mit der Corona-Pandemie zu tun haben, vergessen können. Verantwortlich dafür waren 15 Kinder der örtlichen Grundschule, die 125 selbst gebastelte Blumen vorbeibrachten - für jeden Bewohner des Pflegeheims eine. "Wir wollten ihnen zeigen, dass jemand an sie denkt, und ihnen damit ein Lächeln ins Gesicht zaubern", erklärt Betreuerin Marika Lorenz, die mit ihren Kolleginnen die Kinder anleitete. Für die Mädchen und Jungen war das eine schöne und kreative Beschäftigung während der Notbetreuung im Hort.

Deutlich weniger Besuche

Selbst überreichen konnten die Kinder ihre Geschenke nicht, denn wie in allen Seniorenheimen herrschen auch in der stationären Einrichtung der Hauskrankenpflege von Birte Wahl strenge Sicherheitsregeln. "Besuch ist nur nach Terminabsprache sowie mit Corona-Schnelltests und FFP2-Masken möglich", erklärt die Geschäftsführerin. Ihr Personal tue unter anderem mit einer selbst organisierten Impfung alles dafür, die Bedingungen so gut wie möglich zu gestalten. Und doch sind Auswirkungen für die Bewohner nicht zu vermeiden. "Durch die Pandemie herrscht deutlich weniger Kontakt", sagt Birte Wahl, die sich daher über die Aktion der Grundschüler riesig freute. Tatsächlich zauberten die gebastelten Blumen ein Lächeln in viele Gesichter.

Kinder werden sensibilisiert

Auch Michelle Gierschik war bei der Übergabe am Eingangsbereich dabei und erlebte die große Freude. Die Gornauerin, die in Chemnitz als Geschäftsstellenleiterin einer Berufsfachschule für Pflegeberufe arbeitet, hatte den entscheidenden Anstoß für die Aktion gegeben. Sie ist die Tochter von Marika Lorenz und hatte die Idee, die Zeit im Schulhort für einen guten Zweck zu nutzen. "Somit kann man die Kinder sensibilisieren für das Thema Corona und aufzeigen, dass besonders unsere älteren und hilfebedürftigen Ortsbwohner von der Pandemie betroffen sind, da sie zur Risikogruppe gehören", erklärt die Initiatorin, die ihr Ziel erreicht hat: Mit einer kleinen Aufmerksamkeit für die Heimbewohner wurde große Freude geweckt.