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Gornsdorfer Skilift muss abgerissen werden

Rückbau Zum Jahresende löst sich der erste Gornsdorfer Skiverein auf

Gornsdorf. 

Gornsdorf. Nach 38 Jahren verliert Gornsdorf eine seiner sportlichen Attraktionen. Im Juli wurde mit dem Abriss der Liftanlage des Skivereins begonnen, bis Jahresende werden diese abgeschlossen sein. Es ist das Ende des alpinen Wintersports im Ort, der Skiverein löst sich zum 31. Dezember auf. Der Grund dafür ist ein jahrelanger Rechtsstreit des Vereins mit Sonja Meischner, der Eigentümerin und Verpächterin des Landes, auf dem sich der Hang befindet. Der Verein hätte seine Tätigkeit gerne bis 2021, dem Jahr des 40-jährigen Jubiläums der ersten Abfahrt, fortgeführt.Der aktuellen Verpächterin gehört das Land seit 2011. 2012 sprach sie die erste Kündigung aus, 2014 erfolgte eine erfolglose Räumungsklage. Laut Freie Presse betont Sonja Meischner, sie wollte lediglich eine Änderung am Pachtvertrag vornehmen: Sich selbst als Eigentümerin eintragen lassen.

Manfred Uhlig, der Vereinsvorsitzende und frühere Rechtsanwalt sah aber auch Änderungen bei der Kündigungsklausel sowie eine höhere Pacht, weshalb der Verein nicht zustimmte. Wegen des langen Rechtsstreits und rückläufiger Mitgliederzahlen wollte der Verein den Pachtvertrag zum Jahresende 2021 einvernehmlich beenden. Die Eigentümerin reichte im März 2019 eine weitere Räumungsklage Verein ein. Die verbliebenen Mitglieder beschlossen daraufhin die Auflösung des ersten Gornsdorfer Skivereins. "Für uns ist es tragisch, dass es so zu Ende gegangen ist", sagt Manfred Uhlig. Der 83-Jährige ist einer der Gründerväter der Liftgemeinschaft, aus der sich der heutige Verein entwickelte.

Der Rückbau erfolgt mithilfe der Gemeinde und des Bauhofs. Die Fläche soll laut Uhlig künftig als Pachtland genutzt werden.



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