Grünhainer meistern Schicksalsschläge

Lebensgeschichten Engelhardts aus Grünhain haben zwei Kinder mit Handicaps

Claudia und Sven Engelhardt aus Grünhain wollen nicht klagen. Dabei hat es das Schicksal nicht immer gut mit ihnen gemeint. Als ihre mittlere Tochter Lilly anderthalb Jahre alt war, erkrankte sie an Ringelröteln. "Wir sind von Arzt zu Arzt gerannt", erinnert sich die Mutter. Vater Sven ergänzt: "Wir haben gemerkt, dass etwas nicht stimmt." Weil die Krankheit nicht schnell genug diagnostiziert werden konnte, erlitt sie einen Herzstillstand, lag tagelang auf der Intensivstation. Seither ist das heute siebenjährige Mädchen behindert, sitzt im Rollstuhl.

Lilly ist ein fröhliches, aufgeschlossenes Kind. Sie geht gern in die Schule und zum Reiten. Trotz des Schicksalsschlags entschieden sich Engelhardts ganz bewusst für ein drittes Kind. "Die Schwangerschaft verlief gut", so Claudia Engelhardt: "Mir wurde gesagt, dass Jack schon sehr groß ist." Doch als sie ihren Jungen zur Welt brachte, war Jack plötzlich sehr klein. "Zu klein, daher hat man sofort eine Untersuchung gemacht, die zeigte, dass Jack kleinwüchsig ist", sagt Vater Sven. Heute ist Jack drei Jahre und 70 Zentimeter groß. "Seit Mai geht er in den Kindergarten", erklären Engelhardts. Um das Leben noch ein bisschen schöner zu machen, wollen sie sich ein neues Auto kaufen. "Ein Bus wäre gut. Da würden Lillys Rollstuhl und der Buggy für Jack, der nicht weit laufen kann, gut hineinpassen." Sven Engelhardt hat sich übers Internet Hilfe gesucht. Der Verein "Mobil mit Behinderung" hat für die Grünhainer ein Spendenkonto eingerichtet.