Griechischer Straßenhund wird nun Erzgebirger

Spendenaktion Schulclub kümmert sich um Tiere in Not

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Janette Lein als Pflegemutti für "James". Foto: Armin Leischel

Schwarzenberg. Ein wenig traurig schaut der Straßenhund aus Griechenland in die Kamera, als er es sich in seiner wärmende Kuschelecke im Schulclub der AWO Erzgebirge an der Schwarzenberger Stadtschule an seine neue Heimat gewöhnen muss. "James, so wurde er vorerst getauft, ist etwa vier Monate alt und ich bin für ihn erst einmal die Pflegemutti. Bald kann ich ihn aber schon seiner neuen Besitzerin übergeben", berichtet Janette Lein, Leiterin des Schulclubs.

Seit einigen Jahren unterstützt der Schulclub Tierheime mit Sachspenden. "Unsere Hilfe wird immer dankbar angenommen. Nun wollen wir unsere Hilfe erweitern. Wie aus den Medien sicher bekannt ist, wurde in Rumänien ein Gesetz zur Tötung von Straßenhunden erlassen. Die Tierheime sind restlos überfüllt. Viele private Tierheime und Tierschützer bitten um Hilfe. Auch in den anderen osteuropäischen Ländern, wie europäische Tierschutzorganisationen und private Tierschützer aus deutschen Staaten helfen vor Ort und versuchen das Elend zu mindern", sagt Janette Lein.

Diverse Mittel helfen den Tieren

Wer sich um Tiere in Not kümmert, der entwickelt starke soziale Kompetenzen, wie Janette Lein mit ihren Jugendlichen im Club belegt. Sie sammeln derzeit alles, was man für die Betreuung von Hunden oder auch Katzen gebrauchen kann. Dazu gehören u.a. Futter, Tiermedizin, Desinfektionsmittel bis hin zu wärmenden Decken oder Kissen (ohne Federfüllung) oder Leinen, Geschirr.

Das alles geht im Frühjahr mit einem Transport nach Rumänien. Kontakt hat die Leiterin des Schulclubs zu zwei Frauen, die sich in Rumänien um etwa 500 Straßenhunde kümmern und eigentlich selbst dringend Hilfe bräuchten. Spenden könne wochentags von 12 bis 18 Uhr im Schulclub an der Stadtschule abgeben werden. Kontakt: E-Mail: schulclub@awo-erzgebirge.de, Tel.: 03774/329579.