Grießbach: Investruine wird endlich abgerissen

Immobilien Einheitliche Abstimmung für einen Abriss

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Die Investruine an der Ortsdurchfahrt in Grießbach soll abgerissen werden. Auf dem Grundstück soll Bauland für Eigenheime ausgewiesen werden. Foto: Sandra Häfner

Grießbach. Mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Beginn der Bauarbeiten für den Neubaublock an der Ortsdurchfahrt in Grießbach ist das Schicksal des Gebäudes, das nie fertig gestellt worden ist, besiegelt. Das im Volksmund als Investruine bekannte Objekt wird abgerissen.

Pläne, die im Sand verliefen

Der Drebacher Gemeinderat hat dazu in seiner letzten Zusammenkunft im vergangenen Jahr seine Zustimmung gegeben. Alle stimmberechtigten Räte votierten für den Abriss. Noch vor der Wende war der Plattenbau errichtet worden, sollte eigentlich ein Lehrlingswohnheim werden. Doch dann kam alles anders. Nach der Wiedervereinigung tat sich lange nichts, das Gebäude wurde nicht zu Ende gebaut.

Nach der Jahrtausendwende dann ein Hoffnungsschimmer: Ein Seniorenheim sollte einziehen, das Haus endlich komplett errichtet werden. Doch auch dieses Vorhaben wurde nicht in die Tat umgesetzt. Wieder tat sich jahrelang nichts.

Doch als der Ruf nach Bauland, das in Grießbach knapp ist, lauter wurde, kam der Plan auf, das Gebäude abreißen zu lassen und die Fläche potenziellen Häuslebauern anzubieten. Das will die Gemeindeverwaltung nun umsetzen. Man wolle jetzt den Schritt vollziehen und das Gebäude kaufen, sagte Bürgermeister Jens Haustein.

Eine Investruine für einen Euro

Mit der Besitzerin habe sich die Gemeinde geeinigt. Die Kommune erwirbt die Investruine zum symbolischen Preis von einem Euro. "Nach dem Abriss wollen wir dort einen Eigenheimstandort schaffen. Die Lage ist sehr schön", kündigte der Bürgermeister an und warb gleichzeitig bereits um Käufer. Die Fläche ist insgesamt rund 9500 Quadratmeter groß. Für die Abrissarbeiten will die Gemeinde Fördermittel beantragen. Wie hoch die finanzielle Unterstützung ausfallen wird, ist unsicher. Man wolle erst einmal abklopfen, was möglich ist, sagte Haustein.



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