Großbrand: Brandstifter fackelt 13 PKW ab

Blaulicht Feuerwehr muss sich vor explodierenden Reifen schützen

Annaberg-Buchholz. 

Annaberg-Buchholz. Großeinsatz für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei vergangene Nacht in Annaberg-Buchholz. Gegen 0.45 Uhr wurden die Rettungskräfte zur Talstraße nach Buchholz zu mehreren, brennenden PKW's alarmiert. Wie Pressesprecher Paul Schaarschmidt berichtet, standen bei Ankunft der ersten Kräfte mehrere PKW auf zwei Autotransportern in Flammen. Auch zirka 50 Meter weiter entfernt, hinter einem Gebäude, brannte ein PKW.

Umgehend wurde ein massiver Löschangriff mit Wasser und Schaum durchgeführt. Hierzu waren sieben Trupps unter schwerem Atemschutz notwendig, um die Flammen in den Griff zu bekommen. Ein gefährlicher Einsatz für die Kameraden. Ständig explodierten in der Nähe Autoreifen. Wie Paul Schaarschmidt weiter berichtet, baute man zudem eine stabile Wasserversorgung auf. Hierzu nutze man einen nahegelegenen Bach. Außerdem kontrollierten die Kameraden die Fahrerräume der LKW`s. Hier befanden sich aber zum Glück keine schlafenden Personen mehr. Auch kam eine Ölsperre der Feuerwehr im Bach zum Einsatz.

Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen

Insgesamt waren bei dem Brand 13 PKW betroffen. Davon sind neun PKW komplett ausgebrannt und vier weitere PKW stark beschädigt worden. Zudem wurden drei LKW Anhänger, auf dem die PKW`s verladen waren, massiv beschädigt. Im Einsatz waren 80 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Buchholz, Annaberg, Cunersdorf, Frohnau und Walthersdorf sowie der diensthabende Kreisbrandmeister, eine Rettungswagen zur Absicherung des Einsatzes sowie die Polizei.

Noch während den Löscharbeiten hat die Kriminalpolizei Spuren gesichert und die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Seit Jahren brennt es immer wieder im Stadtteil Buchholz. Zahlreiche Gebäude gingen hier schon im Flammen auf. Auch dieser Brand geht aller Voraussicht nach auf das Werk eines Serienbrandstifters. Es entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro. Verletzt wurde bei dem Brand glücklicherweise niemand.