Großrückerswalde: Jugendallianz mit bösen Anrufen konfrontiert

Corona-Krise Hilfsgüter-Sammlung ruht - Verständnis dafür fehlt teilweise

Großrückerswalde. 

Großrückerswalde. Das gesellschaftliche Leben im Freistaat ruht nahezu. Da sollte es auch selbstverständlich ein, dass auch die Sammlungen von Hilfsgütern durch die Evangelische Jugendallianz in Großrückerswalde ausgesetzt worden sind. Das jedenfalls meint die Koordinatorin der Aktion Annett Seifert. "Das sieht aber nicht jeder so", beweisen ihre praktischen Erfahrungen. Immer wieder muss sie Telefonate diesbezüglich führen. "Ich werde streckenweise beschimpft, weil wir derzeit nichts annehmen", sagte sie. Für sie ist das jedes Mal ein Schlag ins Gesicht. Das mehr als zehn Helfer zählende Team sammelt komplett ehrenamtlich. Unzählige Stunden Freizeit stecken in dem Projekt.

Aussetzung ist angesichts der aktuellen Lage unumgänglich

Sie bittet um Verständnis, dass die Aussetzung der Sammlungen derzeit unumgänglich ist. "Wir wollen uns doch auch selber vor dem Virus schützen", so die Großrückerswalderin. Die Hilfsaktion "Gain", für die die Jugendallianz sammelt, hat ihre diesbezüglichen Arbeiten auch nahezu eingestellt. Die Container werden momentan nicht transportiert. Schließlich sind die Grenzen dicht. Vielerorts reihen sich Autos und LKW in langen Staus aneinander. "Wir sammeln nach der Krise weiter und geben die Termine selbstverständlich gerne über die bekannten Kanäle bekannt", so Annett Seifert. Seit 2016 sind in Großrückerswalde elf Container abgeholt worden. Der zwölfte ist beinahe voll und der 13. steht bereits da.

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