Großer Andrang am Pfingstmontag: Das Erzgebirge zeigt sich von seiner schönsten Seite

Ob traditionelles Schmiedehandwerk, Pfingstsingen unter freiem Himmel oder historische Papierkunst – die Ausflugsziele der Region platzten aus allen Nähten.

Region

Der Pfingstmontag im Erzgebirge bot Einheimischen und Gästen ein abwechslungsreiches Programm voller lebendiger Traditionen. Bei strahlendem Sonnenschein strömten die Menschen zu den historischen Stätten der Region, um altes Handwerk, festliche Musik und regionale Geschichte hautnah zu erleben. Von rhythmischen Hammerschlägen über weithin schallenden Chorgesang bis hin zu historischer Papierkunst zeigte sich das Erzgebirge von seiner charmantesten Seite.

Feuer und schwere Hämmer im Frohnauer Hammer

Ein ganz besonderer Anziehungspunkt in Annaberg war der Frohnauer Hammer, in dem das traditionelle Schmiedehandwerk eindrucksvoll zum Leben erweckt wurde. Die Besucher drängten sich um die historische Esse, um den Handwerkern bei der Arbeit am glühenden, offenen Feuer zuzusehen. Mit bemerkenswertem Geschick demonstrierten drei junge Schmiede in traditioneller Arbeitskleidung die Kraft und Präzision dieser alten Technik. Ein faszinierendes Schauspiel boten dabei die schweren, wassergetriebenen Eisenhämmer, die mit rhythmischer Wucht auf das glühende Metall einschlugen.

Zahlreiche Gäste nutzten das hervorragende Ausflugswetter, um das geschäftige Treiben im idyllischen Innenhof der historischen Anlage zu verfolgen und die einzigartige Atmosphäre zu genießen.

 

 

Stimmenvielfalt im Schlosspark Schlettau

Musikalisch ging es am Nachmittag im malerischen Schlosspark Schlettau weiter. Ab 14.30 Uhr versammelten sich dort die Musikliebhaber zum traditionellen Pfingstsingen unter freiem Himmel. Der Männergesangverein Zschopautal e. V. gestaltete gemeinsam mit den Jagdhornbläsern aus Crottendorf ein stimmungsvolles und abwechslungsreiches Programm für das Publikum. Die Sänger begeisterten die anwesenden Gäste mit ihrem harmonischen Auftritt vor der historischen Kulisse.

Da der Eintritt zu dieser Veranstaltung frei war, nutzten auch viele Spaziergänger und Ausflügler die Gelegenheit für einen entspannten musikalischen Zwischenstopp im Grünen. Wer selbst eine Leidenschaft für den Gesang besitzt und Teil dieser aktiven Gemeinschaft werden möchte, ist im Verein übrigens jederzeit herzlich willkommen. Neue Stimmen können sich auf der Internetseite ausführlich über die Probenzeiten und eine Mitgliedschaft informieren. Weitere Infos hier.

 

Papierkunst und Livemusik zum Deutschen Mühlentag

Auch die Papiermühle in Niederzwönitz öffnete anlässlich des Deutschen Mühlentags ihre Tore für ein breites Publikum. Zwischen 10 und 17 Uhr erwartete die Besucher für einen Eintritt von fünf Euro pro Person ein buntes Fest für die ganze Familie. Neben allerlei Köstlichkeiten und einem gemütlichen Picknick auf der Mühlenwiese stand vor allem das historische Handwerk im Fokus. Museumsleiterin Paula Stötzer führte den interessierten Gästen persönlich vor, wie aus der flüssigen Masse feines Büttenpapier geschöpft wird. Im Inneren des technischen Museums bestaunten die Besucher die gewaltigen historischen Maschinen, darunter einen beeindruckenden Kugelkocher aus vergangenen Zeiten.

Für die passende musikalische Umrahmung sorgte ab 13 Uhr das Folk Pop Duo Fei mit stimmungsvoller Livemusik. Während die Erwachsenen im gut besuchten Mühlenhof bei Speis und Trank das schöne Wetter genossen, probierten die jüngeren Gäste das riesige Mühlenspiel aus oder gestalteten in der Papiermacherwerkstatt ihre ganz eigenen Reisespiele aus echtem Büttenpapier.

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