Großes Kino in Aue-Bad Schlema am Donnerstagabend

Kurzfilmabend „Kurz gesehen – lang gedacht - voll politisch Filmtour“

Aue-Bad Schlema

Am Donnerstagabend wird Aue-Bad Schlema zum Schauplatz eines besonderen Kinoerlebnisses: Die Kurzfilmtour „Kurz gesehen – Lang gedacht – voll politisch“ macht Station in der Stadt.

Internationale Highlights und eindrucksvolle regionale Produktionen

Bereits zum dritten Mal tourt das Programm unter dem Titel „Kurz gesehen – Lang gedacht“ durch Sachsen. Gezeigt werden Kurzfilme, die Haltung zeigen, aufrütteln und zum Nachdenken anregen.

Gewinnerfilm

Im Zentrum des Abends steht der Gewinnerfilm des „voll politisch – Kurzfilmpreises für demokratische Kultur“, der seit 2021 beim Filmfest Dresden verliehen wird. Der Preis würdigt Filme, die aktuelle politische Themen aus neuen Perspektiven beleuchten, Diskussionen anstoßen und Demokratie lebendig machen.

Kurzfilme können viel

Kurzfilme können auf wenigen Minuten viel erzählen: Sie reagieren direkt auf aktuelle Themen, spitzen gesellschaftliche Konflikte zu und machen politische Entwicklungen sowie Fragen des Zusammenlebens emotional erfahrbar.

Donnerstagabend im Offenen Bürgertreff

Der Kurzfilmabend findet um 19 Uhr im Offenen Bürgertreff des Kompetenzzentrum für Gemeinwesenarbeit und Engagement e. V. (1. Obergeschoss) in Aue-Bad Schlema, Bahnhofstraße 13 statt. Im Anschluss an die Kurzfilme wird dazu eingeladen, über die Filme zu sprechen und mit der Regisseurin des Films „Social Club“ ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist kostenlos. Die Veranstalter bitten um eine Spende.

Programm

  • Social Club von Sophie Mühe (Deutschland, 2024, 9 Minuten Spielzeit): Der Fanclub Proletik Sonnenberg unterstützt seine Mannschaft Athletik Sonnenberg. Ein neu gegründeter Fußballverein in Chemnitz, der sich zum Ziel gesetzt hat, eine vielfältige und einladende Atmosphäre auf dem Spielfeld zu schaffen. Doch in einer Stadt mit einer rechtsextremen Fanszene ist der Kampf darum umso intensiver.
  • Detlev von Ferdinand Ehrhardt (Deutschland, 2024, 13 Minuten Spielzeit): Ein immerzu frierender Mittvierziger fährt jeden Abend zu einer Tankstelle und bestellt sich ein mikrowellenwarmes Toast Hawaii. Diesem gibt sich Detlev in einem bizarren Ritual hin, denn es ist das Einzige, was ihm Wärme schenkt. Als er jedoch von einem Fremden dabei beobachtet wird, beginnt seine Welt auseinanderzubrechen.
  • Mother‘s Child von Naomi Noir (Niederlande, 2024, 9 Minuten Spielzeit): Mary ist eine liebevolle Mutter und Vollzeit-Pflegekraft zugleich. Isoliert, ohne Unterstützung und Schlaf, arbeitet sie sich durch das bürokratische Chaos, das mit der Pflege einhergeht, und bemüht sich gleichzeitig darum, die Bedürfnisse ihres behinderten Sohnes Murphy zu erfüllen. Nachdem ihr ein Verwaltungsmitarbeiter einen weiteren Schlag versetzt hat, beginnt die Realität zu verschwimmen.
  • I Died In Irpin von Anastasiia Falileieva (Tschechien, 2024, 11 Minuten Spielzeit): Am 24. Februar 2022 flohen mein Freund und ich aus Kyjiw nach Irpin. Wir verbrachten zehn Tage in der blockierten Stadt und schafften es, mit dem letzten Evakuierungskonvoi zu entkommen. Das Gefühl, dass ich in Irpin gestorben bin, hat mich seitdem nicht mehr losgelassen.
  • Aus der Ferne von Benjamin Hujawa, Hoang Quynh Nguyen (Deutschland, 2024, 17 Minuten Spielzeit): Die in Deutschland geborene Anna hat ein distanziertes Verhältnis zu ihrem Vater Hung und dessen Geburtsland Vietnam. Als sie durch eine Dokumentation herausfindet, dass er 1992 von rassistisch motivierten Anschlägen in Rostock betroffen war, sieht sie sich plötzlich mit Hungs Kultur und Geschichte konfrontiert.
  • Genealogy Of Violence von Mohamed Bourouissa (Frankreich, 2024, 15 Minuten Spielzeit): Ein junger Mann sitzt mit seiner Freundin im Auto. Zwei Polizisten in einem Zivilfahrzeug halten an, um eine routinemäßige Personenkontrolle durchzuführen. Sie fordern ihn auf auszusteigen und durchsuchen ihn methodisch, während er vor dem Auto steht – unter den entsetzten Blicken seiner Freundin.

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