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Mittelsachsen

Grußwort des Bürgermeisters der Bergstadt Lößnitz

Liebe Lößnitzer,liebe Gäste,

schon im Mittelalter wurde Lößnitz mit Chemnitz und Zwickau in einem Atemzug als Stadt genannt. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Lößnitz viele Privilegien gegenüber den anderen kleinen Ansiedlungen im Erzgebirge besaß. Eine eigene Münze bekannt als Lößnitzer Brakteat, Braurechte, ein Bergmeister im Lößnitzer Bergamt, der den Bergbau begleitete, ein Rektor scolarum, der einer Schule vorstand. Diese Einmaligkeiten setzte eine starke Bürgerschaft in einem geordneten sozialen Gefüge voraus und damit auch nachvollziehbar, dass Lößnitz nicht von Verwaltern des Landesherrn, sondern schon seit 1372 durch einen Bürgermeister verwaltet wurde. Durch das sich sehr gut entwickelnde Handwerk in der Stadt wurden nicht nur seit 1441 Wochenmärkte durchgeführt sondern ist auch seit 1483 ein Jahrmarkt bezeugt. Nach einem Bittgesuch an den Landesherrn erhielte die Lößnitzer Bürgerschaft das Privileg, einen Weihnachtsmarkt zu Lößnitz am Montag nach dem dritten Advent durchzuführen. Dies war im Jahre 1690. Das Engagement der Lößnitzer Bürger ist auch heute noch zu spüren. Die Kinder der Stadt bringen das Licht auf den Markt, Engel und Bergmann begrüßen mit ihrem Prolog.

Der weihnachtlich geschmückte Markt, der Geruch nach Bratwurst, gebrannten Mandeln und Glühwein aus den engen Gassen schafft eine tolle Atmosphäre. Schön gestaltete Weihnachtsstände laden ein zum Geschenkekauf. Die Bergparade mit nahezu 400 Trachtenträgern, das anschließende Bergkonzert der Bergkapelle und das Weihnachtskonzert in der Johanniskirche bilden einen prachtvollen Abschluss unseres 324. Weihnachtsmarktes.

Nehmen Sie sich Zeit und genießen Sie die besondere Atmosphäre des "Lößnitzer Weihnachtsmarktes". Ich würde mich freuen, Sie am Wochenende des dritten Adventes in Lößnitz begrüßen zu können. Sollten Sie nicht das passende Geschenk zur Weihnachtszeit finden, dann denken Sie an Joachim Ringelnatz:

Schenken

Schenke groß oder klein,

aber immer gediegen.

Wenn die Bedachten die Gaben wiegen,

sei Dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.

Schenke dabei,

was in Dir wohnt

an Meinung, Geschmack und Humor,

so dass die eigene Freude zuvor

Dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist ohne List:

Sei eingedenk,

dass Dein Geschenk

Du selber bist.

Ich wünsche Ihnen eine frohe Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest

Bürgermeister

Gotthard Troll

der alten Bergstadt Lößnitz