Grube bietet seltene Einblicke in den Bergbau

Bergbau 140 Besucher nutzen Führungen des Zschopauer Altbergbauvereins

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Der Vereinsvorsitzende Nico Meyer und seine Mitstreiter arbeiten jeden Samstag, um die Heilige-Dreifaltigkeit-Fundgrube noch besser begehbar zu machen. Foto: Andreas Bauer

Zschopau. Seltene Einblicke in den mittelalterlichen Bergbau sind am Sonntag in Zschopau geboten worden. Die Stadt verfügt zwar über ein Besucherbergwerk, in dem regelmäßig Führungen angeboten werden. Die nahe gelegene "Heilige Dreifaltigkeit Fundgrube" ist jedoch nur einmal im Jahr für die breite Öffentlichkeit zugängig.

Führung durch die Gänge des Glimmerschiefers

Immer am Tag des Geotops laden die Mitglieder des gleichnamigen Altbergbauvereins unter der Erde zu einem Abstecher in die Vergangenheit ein. Diesmal war das Interesse so groß wie selten zuvor. "Mit 140 Besuchern waren wir voll ausgelastet", freute sich Michael Rümmler über die positive Resonanz. Er war einer von drei Experten, die Führungen durch die engen Gänge im dunklen Glimmerschiefer leiteten.

Nahe des Ufers der Zschopau begann um 1400 der Bergbau. Im Laufe der Zeit entstanden mehrere Schächte, wobei die Grube mit einer Länge von rund 900 Metern bis ins Krumhermersdorfer Gansbachtal reicht.

Nur der Notausgang fehlt noch

In der "Heiligen Dreifaltigkeit" herrschte bis 1835 wirtschaftlicher Betrieb. Später gab es nur noch Sicherungsarbeiten, um Bergschäden zu verhindern. Gegen Ende der 1980er Jahre gründete sich eine Altbergbau-Gruppe, die sich der Tradition verschrieb.

Mit der Eröffnung des Besucherbergwerks wurde 1992 ein erster Schritt vollzogen. Die "Heilige Dreifaltigkeit" wieder zugängig zu machen, ist bisher aber nur ein Traum.

"Ungefähr 370 Meter weit sind wir gekommen", sagt Michael Rümmler, der jeden Samstag mit seinen Kollegen in der Grube aktiv ist. Für öffentliche Führungen fehlt jedoch die Genehmigung vom Bergamt, da die Auflage eines Notausgangs noch nicht erfüllt ist. "Da arbeiten wir dran", sagt Rümmler, der somit nur einmal im Jahr dank einer Ausnahmegenehmigung die "Heilige Dreifaltigkeit" der Öffentlichkeit zeigen kann.