Grünau wird zum Mekka der Kürbisschnitzer

Herbst Über 200 Kinder und Erwachsene sind erschienen

Großolbersdorf. 

Großolbersdorf. Grünau ist ein kleiner idyllischer Ortsteil von Großolbersdorf, aber einmal im Jahr ist Grünau das Mekka der Kürbisschnitzer. Dann treffen sich wie am Samstag mehr als 200 Kinder und Erwachsene und verleihen den Herbstfrüchten lustige Gesichter oder auch grässliche Fratzen. Zum 18 Mal hatte Stefan Lißner zum Kürbisschnitzen eingeladen. Was als rein familiäre Sache begann, hat sich längst zu einem Großereignis gemausert, das einer ausgeklügelten Logistik bedarf.

Drei Tonnen Kürbis wandern ins Erzgebirge

Das beginnt beim Kürbis beschaffen, das Stefan Lißner selbst erledigt. "Ich hole die Kürbisse von zwei Familien aus der Nähe von Lübben im Spreewald. Von der einen Familie hole ich die Früchte direkt vom Feld, die andere bringt sie mit einem Kahn", erzählt der 51-Jährige. Drei Tonnen waren es in diesem Jahr, die auf einen Transport mit Anhänger den Weg ins Erzgebirge fanden.

Ohne Helfer nicht mehr zu stemmen

Hier ging die Arbeit weiter: Viele wurden zu Kürbissuppe verarbeitet, die meisten wurden zwischengelagert und warteten auf die vielen Schnitzwilligen, die am Samstag in wahren Heerscharen kamen. "Das Ganze hat sich mittlerweile zu einem Selbstläufer entwickelt. Ohne meine vielen Helfer wäre das alles nicht mehr zu stemmen. Mir macht es immer noch Spaß - und den Leuten auch!"