Grünhain feiert 750 Jahre Stadtrecht

Jahrfeier Stadträte schlüpfen am Mittwoch in Kostüme

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Ähnlich wie zu 800 Jahren Beierfeld soll es auch zu 750 Jahre Stadtrecht Grünhain einen großen Festumzug geben. Am Mittwoch ist allerdings erst einmal eine historische Stadtratssitzung geplant. Foto: Carsten Wagner

Grünhain-Beierfeld. In Grünhain wird in diesem Jahr 750 Jahre Stadtrecht gefeiert. Obwohl die Stadt sich längst mit Beierfeld zusammengeschlossen hat, sind die Grünhainer mächtig stolz darauf, wird Ortsvorsteher Jens Ullmann nicht müde immer wieder zu betonen.

Die Idee zum Gründungstag

Deshalb wollte der Ortschef den eigentlichen Gründungstag - den 3. Mai - auch nicht unbemerkt verstreichen lassen und regte eine Veranstaltung an. Grünhain-Beierfelds Bürgermeister Joachim Rudler hatte daraufhin die Idee, an den Stadtgründungstag mit einer öffentlichen, historischen Stadtratssitzung zu erinnern. Und genau diese wird es nun am kommenden Mittwoch ab 17 Uhr geben.

Da das Wetter momentan sehr wechselhaft ist, wird auf dem Markt in Grünhain ein Zelt aufgebaut, sagt Claudia Schramm, die bei der Stadtverwaltung Grünhain-Beierfeld für die Kultur zuständig zeichnet: "Darin wird eine Tafel aufgebaut, an der die Stadträte Platz nehmen werden."

An der Tagesordnung:

Die Besonderheit: Die Stadträte, die in historischen Kostümen auftreten werden, sind tatsächlich gewählte Vertreter. Zwar gibt es auch eine richtige Tagesordnung, doch diese ist natürlich Zeil des historischen Schauspiels. "Die Tagesordnung sieht zunächst den Empfang der königlichen Boten vor", sagt Schramm.

Anschließend wird über die Tagesordnung abgestimmt und es steht ein Ratsbeschluss zur Verköstigung der Räte und Bürger an. Das wichtigste aber wird während des improvisierten Schauspiels sein, dass der Bürgermeister die Stadtgründungsurkunde verliest.

Auch in den kommenden Monaten gehen die Feierlichkeiten zu 750 Jahre Stadtrecht weiter. Das Festwochenende ist vom 11. bis zum 13. August geplant. Höhepunkt ist ein Festumzug am 13. August. In diesem soll die Geschichte lebendig werden. Dafür hat sich eine Arbeitsgruppe gegründet, die die geplanten Bilder mit Leben erfüllen will.