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Grundschulen: Dem Homeschooling-Dank an die Eltern folgt der Neustart

Unterricht Unterstützung der Eltern spielt eine wichtige Rolle

Waldkirchen. 

Waldkirchen. Zwischen Frust und Hoffnung - so lässt sich die Lage an den Grundschulen im mittleren Erzgebirge wohl am treffendsten beschreiben. Optimistisch blicken sowohl die Lehrer als auch Eltern und Schüler voraus, weil es am Montag endlich wieder losgeht. Wie lange die Rückkehr zur Normalität diesmal dauert, bleibt allerdings abzuwarten. Angesichts der weiterhin kritischen Corona-Lage bleibt eine generelle Verunsicherung spürbar - genauso aber auch das Bestreben, das Beste aus der Situation zu machen. Auf welch kreative Ideen so manche Schule dabei kommt, hat die Übergabe der Halbjahresinformationen gezeigt.

 

Zeugnisse gibt's diesmal "To go"

Fast schon einem Drive-in-Schalter glich zum Beispiel der Eingangsbereich der Grundschule Waldkirchen. Direkt hinter der großen Tür erwartete Michaela Schädlich Eltern und Schüler mit dem "Zeugnis to go". "Schade, dass die Klassenleiter ihre Einschätzungen nicht individuell mit den Kindern besprechen können", sagte die Schulleiterin über diese Notlösung, bei der sie alle 105 Zeugnisse persönlich übergab. Statt die Dokumente per Post zu schicken, wurde somit aber zumindest ein gewisser Kontakt ermöglicht, der allen Corona-Regeln entsprach und trotzdem kurze Gespräche zuließ. Außerdem hatte Michaela Schädlich noch kleine Überraschungen vorbereitet. Für die Kinder gab es Schokolade - und für die Eltern eine Urkunde als Dank für das Engagement während des Homeschoolings in den vergangenen Wochen.

 

Feedback via Internet möglich

"Sie waren viele Tage mit zusätzlicher Belastung durch den Unterricht zuhause und verdienen den größten Dank und Anerkennung", stand auf der Urkunde geschrieben. Ehrlich gemeinte Worte der Schule, die großen Wert auf den Austausch mit den Eltern legt. So können diese auf der Homepage der Einrichtung in Kürze ihr Feedback zum Homeschooling liefern. "Wir freuen uns über Lob genauso wie über Kritik", betont Michaela Schädlich. Denn wenn es etwas zu verbessern gäbe, wird dies gern auch umgesetzt. "Die Eltern können sich zum Beispiel zur Art der Aufgaben äußern oder zum Umfang", so die Schulleiterin. Bereits nach dem ersten Lockdown im Frühjahr hatte es eine solche Aktion gegeben. Etwa die Hälfte der Eltern beteiligte sich - und sorgte damit für willkommene Anregungen. Doch nun soll der Unterricht erst einmal in normaler Form weitergehen. "Und beim Einsammeln der Zeugnisse können die Lehrer dann ja auch noch einmal das erste Halbjahr genauer auswerten", blickt Michaela Schädlich auf die neue Woche.

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