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Güterverladung lockt Eisenbahnfans nach Zschopau

Natur Spezial-Holztransport vom Erzgebirge nach Bayern.

Zschopau. 

Zschopau. Jede Menge Holz ist zum Wochenende aus dem Erzgebirge auf Reisen nach Bayern gegangen: Per Eisenbahn rollt ein Gütertransport der speziellen Art von Zschopau nach Süddeutschland. An zwei zurückliegenden Tagen stand der Bahnhof der einstigen MZ-Stadt wieder einmal im Blickpunkt von Fotografen und Schaulustigen. Sie verfolgten die hier im Alltag kaum noch vollzogene Verladung von Fracht.

Wagenmeister Michael Heisig von der Firma MDR-Railway Service aus dem thüringischen Auma Weidetal dirigierte die im Takt ankommenden Brummis und das Verladen derer Fracht auf die Spezialwagons. "Wir transportieren die Baumstämme, von denen einzelne schon Mal bis zu 500 Kilogramm auf die Waage bringen, aus hiesigen Wäldern ab. Sie allesamt sind Borkenkäfer bedingt geschlagen worden. Es ist ein Auftrag eines privaten Unternehmers, der das Naturmaterial erworbenen hat", so der Dienstleister.

Insgesamt 20 Spezialwagons wurden am Donnerstag und Freitag beladen und für die Fahrt ins bayrische Sägerwerk Hengersberg bei Deggendorf vorbereitet. "Durch die Länge der Wagen vom Typ Snps haben wir den Zug in je pro Tag zehn zu bestückende Exemplare geteilt. In Chemnitz wurden er dann wieder zusammengestellt", so Heisig. "Die Snps-Wagen sind speziell zum Transport von Rohren, Stamm- und Schnittholz gedacht. Jeder der Wagen wird mit rund 55 Tonnen Holz beladen, weitere 30 Tonnen bringt jeder der Wagen selbst mit." Der Fachmann erklärt, dass die Eisenbahnvariante wesentlich effektiver als der Versand per Lkw ist, da jeder Waggon mehr als zwei beladene Brummis aufnehmen kann. So mancher Beobachter lobte diese Verfahrensweise, das Stückgut via Gleis zu transportieren. Gerade unter dem Umweltaspekt zeige sich, wie sinnvoll es bleibe, über Anschlüsse und Verladestellen per Eisenbahn zu verfügen.